16 Tote nach Selbstmordanschlag im Nordirak

Bei einem Anschlag auf einen Polizeiposten in der irakischen Stadt Kirkuk hat es zahlreiche Todesopfer und viele Verletzte gegeben. Die Angreifer hatten zunächst offenbar versucht, das Gebäude zu stürmen. Als dies misslang, soll sich ein Mann in einem Auto in die Luft gesprengt haben.

Am Anschlagsort in Kirkuk werden Verletzte geborgen.

Bildlegende: Gleich mehrere Angreifer hatten den Polizeiposten offenbar gestürmt. Einer von ihnen sprengte sich in die Luft. Reuters

Bei einem Angriff auf das Polizeihauptquartier der Stadt Kirkuk im Nordirak sind 16 Menschen getötet worden. Es soll 90 Verletzte gegeben haben.Anfangs war von 30 Toten die Rede gewesen.

Offenbar hatten Angreifer versucht, das Gebäude zu stürmen. Zwei von ihnen hätten von den Wachen gestoppt werden können, heisst es in Agenturberichten. Ein anderer soll sich anschliessend in einem Auto in die Luft gesprengt haben.

Wer hinter der Tat steht, ist noch unklar. Zu früheren Anschlägen auf  irakische Sicherheitskräfte hatten sich meist sunnitische Rebellen bekannt. Ihr Ziel ist es, die Regierung des schiitischen Regierungschefs Nuri al-Maliki zu schwächen und
Spannungen zwischen den islamischen Glaubensrichtungen zu schüren.

Streit um Ölförderung

Kirkuk ist zudem Schauplatz eines Streits zwischen der Regierung in Bagdad und den regionalen Behörden. Es geht um Öl- und Gebietsrechte. Die Zentralregierung ist der Ansicht, sie allein habe die Rechte für den Ölexport. Die Kurden wiederum meinen, die Verfassung erlaube ihnen, Verträge zu schliessen und Öl zu verkaufen. Der Streit eskalierte, als die Kurdenregierung damit begann, Geschäfte mit grossen US-Ölmultis Exxon Mobil und Chevron zu machen.

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Anschlag in Kirkuk

0:41 min, vom 3.2.2013