178 Länder setzen sich für Nashorn, Tiger & Co. ein

Der Handel mit wilden Arten soll strenger reguliert oder gar ganz verboten werden. Das ist das Ziel der Artenschutzkonferenz in Bangkok. Zwar gibt es für Wildtiere bereits seit 40 Jahren ein Schutzabkommen – sonderlich wirksam war es bisher aber nicht.

Ein indischer Tiger im Ranthambhore National Park. (reuters)

Bildlegende: Tiger in Indien stehen vor der Ausrottung. Dorfbewohner erhalten Geld um mögliche Wilderer zu denunzieren. Reuters

Vertreter aus 178 Ländern beraten bis zum 14. März in Thailand über besseren Tier- und Pflanzenschutz. Das Abkommen wurde vor genau 40 Jahren unterzeichnet.

Es stellt besonders gefährdete Tiere völlig unter Schutz. Bei anderen Tieren ist der Handel streng überwacht erlaubt. 35'000 Tier- und Pflanzenarten sind in den Listen erfasst.

Wilderer schlagen öfter zu

Der mit dem Wohlstand in Asien wachsende Appetit auf exotische Zutaten beflügelt allerdings seit einigen Jahren die Wilderei und den Schmuggel.

Der illegale Handel mit Nashorn, Elfenbein und anderen Produkten geschützter Tiere ist alarmierend. Hiobsbotschaften kommen vor allem aus Afrika und Asien. In Vietnam etwa kann man unter dem Ladentisch Tigerknochen- und Nashornpaste kaufen.

Staaten werden in die Pflicht genommen

Experten vermuten: Nur noch 3000 Tiger leben in freier Wildbahn – vor zehn Jahren waren es noch 5000. Zudem wurden 2012 in Südafrika 668 Nashörner von Wilderern getötet, 2007 waren es 13.

Nichts desto trotz, ohne das Abkommen würde es viele Säugetiere nicht mehr geben, sind Experten überzeugt. Denn: Die Unterzeichner des Abkommens sind verpflichtet, Artenschutz national durchzusetzen. Wer das nicht tut, wird bestraft.