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Tod auf der Flucht 2016 sind mehr als 7400 Flüchtlinge umgekommen

Legende: Audio So viele Flüchtlinge in Italien wie noch nie abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
1:31 min, aus Heute um Vier vom 06.01.2017.

Die Zahlen seien vorläufig, sagt die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf. Berichte über 300 weitere Todesfälle im Mittelmeer würden noch untersucht und seien in der Statistik nicht berücksichtigt.

Zahl deutlich höher

In den vergangenen drei Jahren seien am Tag im Schnitt 17 Flüchtlinge ums Leben gekommen.

Die Zahl für 2016 aber liegt deutlich höher als 2015 und 2014 mit jeweils unter 6000 Todesfällen. Das liegt zum grossen Teil daran, dass mehr Fälle bekannt sind und erfasst werden.

Selbst die aktuelle Zahl sei aber womöglich nur die Spitze eines Eisbergs. «18'501 Todesfälle in drei Jahren – das ist einfach schockierend», sagte IOM-Generaldirektor Willam Lacy Swing. Die einzige Lösung für weniger Tote sei der legale und sichere Weg der Migration.

Weniger Migranten via Mittelmeerroute

Über die beiden wichtigsten Mittelmeerrouten sind nach Erkenntnissen von EU-Grenzschützern 2016 deutlich weniger Migranten nach Europa gekommen als im Jahr zuvor. Die Zahl sei um zwei Drittel auf 364‘000 zurückgegangen, teilte die Behörde Frontex mit. Während die Zahl der Neuankömmlinge auf den griechischen Inseln und dem Festland um 79 Prozent zurückging, wurden in Italien so viele Einwanderer wie nie zuvor gezählt. Die Zahl sei um fast ein Fünftel auf 181‘000 gestiegen. Den Rückgang in Griechenland führte Frontex auf das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei sowie auf verstärkte Grenzkontrollen in den Balkanstaaten zurück. In Italien werde dagegen der wachsende Migrationsdruck aus Afrika spürbar. Auf dieser Route kämen die meisten Einwanderer aus Nigeria, gefolgt von Eritrea und Guinea. In Griechenland seien es dagegen nach wie vor Migranten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    @Thomas Mann lesen Sie doch mal "Afrika und Deutschland: Sozialtransfers sind Fluchtursache Nr.1" Oder "Afrika muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen." von Volker Seitz
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  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    @Thomas Mann Terrorismus u. Ausländerproblematik in der Ch mit dem Tod von 7400 Flüchtlingen zu vermischen ist doch etwas gar einfach. Das Problem liegt doch in der Tatsache, dass dank Handyinfos und -bildern vom gelobten Europa zuviele in Afrika nach N aufbrechen. Schlepper schicken sie in seeuntauglichen Booten los, in der Hoffunung, die Frontex werde die Leute schon retten. Doch diese ist hoffunungslos überfordert. Solange Europa jeden als Asylbewerber registriert, solange ändert s. nichts.
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    1. Antwort von Thomas Mann (Freidenkerin)
      ICH vermische gar nichts. Ich sage nur, was MIR, im Vergleich zu der Mehrheit hier, wirklich Angst einflösst. Ich verneine dadurch auch nicht, dass in der Früchtlingspolitik der CH und EU vieles falsch gelaufen ist. Ich sehe auch realistisch, dass die Völkerwanderund gebremst werden muss. Doch mit Merkelbashing und Ausländerhass wird die Lage weder für EU noch für die Flüchtlinge besser und mein Mitgefühl für tausende Tote und hunderttausende Gestrandete muss ich dafür auch nicht aufgeben.
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Ihr Mitgefühl in Ehren Frau "Thomas Mann" (Freidenkerin) aus Elgg. Aber damit erzeugen Sie lediglich einen Ansporn für die Schlepper & Schleuser, die ihr Business reichlich gut beherrschen und skrupellos genug sind daraus auch noch Kapital schlagen zu können. Wahrlich die Schlepper & Schleuser ziehen Ihr Mitgefühl gewinnträchtig in ihr Business ein und sie nutzen es auch leidlich aus.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Nach einer Schätzung des österreichischen Militärgeheimdienstes, werden die Zuwanderer vor allem aus Nigeria, Kongo, Sudan und Äthiopien massiv anwachsen. Grund dafür sei vor allem der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit in den betroffenen Staaten. AT Aussenminister Kurz hat die Einrichtung von Asylzentren in Nordafrika oder im Nahen Osten gefordert, in denen Menschen Asyl in Europa beantragen könnten. Luxemburgs Aussenminister Asselborn nennt das „rechtsnationales Gedankengut“ !!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Nun, das da mit den EU-Politikern und der Nazi-Keulen-Rhetorik, kann und darf man nun wirklich gar nicht mehr ernst nehmen Frau Helmers.
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