Trumps Gesundheitsgesetz 23 Millionen Amerikaner könnten Krankenversicherung verlieren

Logo des Congressional Budget Office CBO

Bildlegende: Die Prüfbehörde CBO hat ihren Bericht zu Trumps Gesundheitsgesetz veröffentlicht. Keystone

  • Die unabhängige Budget-Prüfbehörde des US-Parlaments (CBO) hat berechnet, was passieren würde, wenn das US-Gesundheitssystem «Obamacare» durch Präsident Trumps Vorschlag ersetzt wird.
  • Trumps Gesetz würde laut dem Bericht rund 23 Millionen Menschen in den USA die Krankenversicherung kosten – wegen höherer Prämien für manche Versichertengruppen.
  • Vor allem für Menschen mit bereits bestehenden «Vorerkrankungen» könnten die Kosten deutlich steigen.
  • Prognostiziert wurden die Auswirkungen bis ins Jahr 2026.

Laut Beobachtern hat der Versuch von US-Präsident Donald Trump, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama zu ersetzen, mit dem nun vorliegenden Prüfbericht einen Rückschlag erlitten. Allerdings hat das US-Repräsentantenhaus dem Gesetzesentwurf bereits Anfang Mai zugestimmt – lange bevor der Bericht vorlag.

Der Senat, die zweite Parlamentskammer, hat noch nicht entschieden. Mehrere Republikaner haben bereits angekündigt, gegen das Gesetz zu stimmen. Dieses müsse neu beraten werden.

Die CBO hatte im März bereits den ersten – anschliessend gescheiterten – Reformplan der Republikaner geprüft und war zu ähnlichen Zahlen gekommen. Die Regierung von Präsident Trump kritisierte den Bericht als mangelhaft.