30 Millionen Menschen sind Sklaven

Es ist der erste Sklaverei-Bericht, der so umfassend ist. Das Resultat: Jeder 237. Mensch lebt in Sklaverei. Auch in Europa.

Eine Stiftung hat Daten zur Sklaverei in 162 Ländern erhoben. Darin heisst es, vor allem in Teilen Westafrikas und im Süden Asiens würden Menschen noch immer in die Sklaverei hinein geboren. Andere Opfer würden entführt und weiterverkauft, zwangsverheiratet oder als kostenlose Arbeitskräfte missbraucht.

Am schlimmsten sei die Lage in Mauretanien. Das Land habe mit knapp 160'000 Menschen den höchsten Anteil von Sklaven gemessen an der Bevölkerung. In absoluten Zahlen leben die meisten Sklaven in Indien: 14 Millionen.

Moderne Sklaverei

Aber auch Europa ist von der Sklaverei nicht ausgenommen. In Deutschland beispielsweise soll es 10'000 Geknechtete geben. In der Schweiz sollen es bis zu 1100 Menschen sein. Auf dem letzten Platz der Rangliste stehen Island, Irland und Grossbritannien. Dort leben laut den Daten die meisten Menschen in Freiheit. Insgesamt gibt es laut Bericht weltweit 30 Millionen Sklaven – jeder 237. Mensch ist davon betroffen.

Moderne Sklaverei wird in der Studie definiert als der Zustand, in dem eine Person besessen und kontrolliert wird, mit dem Ziel, aus dem Menschen Profit zu schlagen, ihn zu missbrauchen oder zu schleusen. Durchgesetzt wird das von den Tätern durch Gewalt, Drohungen oder Nötigung.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • In vielen Unternehmen im indischen Bundesstaat Orissa arbeiten die Menschen als Sklaven. Bild: Arbeiter einer Kohlenmine in Dera.

    29 Millionen Menschen leben weltweit in Sklaverei

    Aus Rendez-vous vom 17.10.2013

    Das zeigt eine Studie der Walk-Free-Stiftung in Australien. Am schlimmsten ist die Lage in Mauretanien. Das Land habe den höchsten Anteil an Sklaven - gemessen an der Bevölkerung. In absoluten Zahlen führt Indien die Liste an: 14 Millionen Sklavinnen und Sklaven leben dort.

    Daniel Voll und Karin Wenger