300 Tote nach Sturm in Somalia

Der Sturm, der am Montag über den Nordosten Somalias hinweg gefegt ist, fordert deutlich mehr Todesopfer als bisher angenommen. Die Behörden der betroffenen Region Puntland korrigierten die Opferzahl von 100 auf 300.

Männer schauen auf Wassermassen.

Bildlegende: Nichts als Wasser. Grosse Teile der somalischen Region Puntland wurden überflutet. Reuters

Viele Fischer würden vermisst, ganze Dörfer seien zerstört worden, erklärte die Regierung von Puntland. In den betroffenen Gebieten am Horn von Afrika würden dringend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente und Material für Notunterkünfte benötigt. Bereits am Montag hatte die Regierung von Puntland um internationale Hilfe gebeten.

Zehntausende Nutztiere «weg gespült»

Auch «zahllose» Nutztiere starben durch den Sturm und die Überflutungen. Laut Regierung wurden mehr als 100'000 Tiere von den Fluten mitgerissen. Durch den Verlust seien zehntausende Bauern in ihrem Lebensunterhalt gefährdet.

Das verarmte Puntland ist gezeichnet von Konflikten zwischen Kriegsherren. Die Region ist zudem Rückzugsort für Piraten, die vor Somalias Küste die internationale Schifffahrt bedrohen.