3000 neue Uran-Zentrifugen im Iran

Der Iran spielt wiedereinmal die Eskalationskarte: Einen Tag vor der Sitzung der Atomenergiebehörde gibt der Staat bekannt, neue Zentrifugen bereit zu haben. Damit wird die Uran-Anreicherung beschleunigt.

Ahmadinedschad in der Atomanlage.

Bildlegende: Ein Mann und sein Atomprogramm. Keystone

Einen Tag vor der Sitzung des IAEA-Gouverneursrats hat der Iran den Einsatz von 3000 neuen Zentrifugen zur Beschleunigung der Uran-Anreicherung bekanntgegeben. Die Zentrifugen seien bereits gebaut und würden ältere Modelle ersetzen, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ferejdun Abbasi, der Nachrichtenagentur Fars.

Zahlen bisher unbekannt

Zum Einsatzort der neuen Geräte, Natans oder Fordo, machte die Agentur keine Angaben. Der Westen fürchtet, dass die Zentrifugen in Natans zum Einsatz kommen. Der Iran behauptet, die Technik nur zu friedlichen Zwecken nutzen zu wollen. Dies wird von westlichen Staaten, Israel, aber auch der Atomenergiebehörde bezweifelt. In den Vergangenen Jahren tauchten immer wieder Beweise auf, dass Iran an einer Bombe bauen könnte. Zudem wurde Kontrolleuren mehrfach der Zugang zu Anlagen verwehrt.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte in einem Bericht im vergangenen Monat Bezug auf die neuen Zentrifugen genommen, allerdings keine Zahlen genannt. An diesem Montag trifft sich der IAEA-Gouverneursrat in Wien.