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International 700'000 Doping-Dosen und 750 Kilo Betäubungsmittel entdeckt

Die spanische Polizei hat bei Razzien zwei Vertriebsnetze für Dopingmittel gesprengt und 84 Verdächtige festgenommen. 700'000 Dosen Anabolika, Erythropoetin (EPO) und Wachstumshormone wurden beschlagnahmt.

Dopingmittel.
Legende: Die Polizei hat Bilder der beschlagnahmten Ware veröffentlicht. Keystone

Durchsucht wurden Objekte in zehn spanischen Provinzen. Zu den Kunden gehörten Personen aus der Turnsportszene. Unter den Festgenommenen ist auch ein Apotheker, der Medikamente ohne Rezept verkaufte.

Es «droht» Olympia

Allein 680'000 Dopingmittel-Dosen wurden bei einer Organisation entdeckt, die ihren Stoff aus China und Griechenland bezog und über soziale Netzwerke gezielt an Kunden vermarktete.

Zudem konnten die Fahnder Dopingimporte aus Portugal aufdecken, mit denen die Zwischenhändler tägliche Einnahmen von bis zu 11'000 Euro erzielt haben sollen. Insgesamt 750 Kilogramm Betäubungsmittel wurden laut Polizeiangaben nach Spanien geliefert.

Vor dem Hintergrund der Bewerbung Madrids für die Olympischen Spiele 2020 hat das spanische Parlament ein neues Gesetz im Kampf gegen Doping verabschiedet, um die Vorschriften der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) zu erfüllen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Solange ständig neue Spitzenleistungen verlangt und auch spitzenmässig honoriert werden, ist das Problem nicht lösbar. Die Welt schreit nach Superstars, also gibt man der Welt Superstars. Die Medien leben fast alle auch vom Spitzensport, die Verbände, die Verbindungen, es sind gigantische Vermögen, die so, teils steuerfrei, weltweit umgesetzt und auch verdient werden. Wer hätte denn Kraft und Ausdauer, an diesem Zustand irgend einmal etwas ändern zu können. Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg.
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  • Kommentar von L. Duende, Mundo
    Ich frage mich, weshalb die Pharmaindustrie nicht ins (Rad)-Sportgeschäft einsteigt, verfügt diese doch über riesige Werbebudgets. Pfizer, Novartis, Merck, Hoffmann-La Roche, GlaxoSmithKline, Boehringer, etc. statt Omega-Quick Step, RadioShack-Nissan, Lampre-Merida, Nike, Puma, Adidas etc. Der arme Lance Armstrong würde heute noch in die Pedalen treten dürfen und niemand würde von ihm Werbegelder zürückfordern. Wir wollen Höchstleistungen sehen. Deshalb: Lieber gut gedopt als schlecht klassiert.
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    1. Antwort von Maya Wamister, Uerkheim
      Warum immer nur den Radsport als erste Stelle????
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    2. Antwort von L. Duende, Mundo
      @ Maya Wamister. Ich habe Rad in Klammern gesetzt und nicht von Radsport sondern von Sportgeschäft gesprochen. Das Geschäft steht im Vordergrund. Wir wollen Rekorde sehen. Früher waren die Olympischen Spiele nur für 'Amateure' ausgeschrieben. Warum sind wir nicht so tolerant und ehrlich und schreiben alle Veranstaltungen als 'Open' aus. Mit und ohne Doping. Wäre eine Erleichterung für Gewichtheber, Leichtathleten, Schützen, Schwimmer, Kunstturner etc. Ein Hoch auf die Chemie und die Weltrekorde!
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    hoffentlich wird die Tour de France dadurch realistischer und nicht durch Dopping verfälscht.
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    1. Antwort von T. Bischofberger, Brugg
      muss sie ja, jetzt wo das Zeug beschlagnahmt wurde ;-)
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    2. Antwort von Rolf Järmann, Sevelen
      Warum Tour de France und Radsport? Artikel überhaupt gelesen? Es geht hier um Turnen, nicht um radfahren...
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