Abbau syrischer Chemiewaffen läuft auf Hochtouren

Die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen läuft wie geplant. Elf Standorte wurden bislang überprüft – an sechs Orten wurde bereits wichtiges Zubehör zerstört. Das meldet das Expertenteam der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW).

Ein OPCW-Mitarbeiter vor Medienvertretern.

Bildlegende: Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gewann den Friedensnobelpreis. Keystone

Bis im November sollen noch weitere Anlagen überprüft werden. Die Zerstörung von Waffen und Zubehör werde ebenfalls fortgesetzt.

Die Fachleute von (OPCW) hatten Anfang Oktober mit ihrer Arbeit in dem Bürgerkriegsland begonnen. Auch Inspekteure der Vereinten Nationen sind Teil des Teams mit derzeit etwa 60 Mitarbeitern – weitere sollen bald folgen. Die OPCW, die in der vergangenen Woche mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist verantwortlich für den Abbau von C-Waffen.

Erst am vergangenen Montag trat Damaskus offiziell der internationalen Chemiewaffen-Konvention bei. Anlass für den Beitritt war ein Giftgasangriff im August in der Nähe von Damaskus, bei dem etwa 1400 Menschen getötet worden waren. Unter Druck Russlands und der USA stimmte das Regime von Baschar al-Assad – das die Verantwortung für das Massaker von sich wies – schliesslich der Vernichtung seines C-Waffenarsenals zu.

Seit Beginn des Syrienkonflikts im März 2011 sind nach UNO-Schätzungen inzwischen mehr als 100'000 Menschen getötet worden.