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International Abdeslam soll Anschläge in Brüssel geplant haben

Radikale Kehrtwende: Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge in Paris stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung an Frankreich. Salah Abdeslam soll auch den Terror in Brüssel organisiert haben.

Salah Abdeslam
Legende: Will sich nach Frankreich ausliefern lassen: Salah Abdeslam Keystone

Noch letztes Wochenende wollte sich Salah Abdeslams Anwalt gegen eine Ausweisung seines Mandanten wehren. Nun ist plötzlich alles anders: Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge in Paris will «so schnell wie möglich» an Frankreich ausgeliefert werden, wie sein Anwalt nach einer gerichtlichen Anhörung sagte. Sein Mandant möchte nach Frankreich, um sich dort zu erklären.

Abdeslam habe seit den Anschlägen in Brüssel nicht mehr mit den Behörden kooperiert, sagte Anwalt Mary in einem Radiointerview. Abdeslam sei über die Anschläge in Brüssel aber nicht «auf dem Laufenden» gewesen.

Plante er Anschläge in Brüssel?

Dieser Version widersprach allerdings am Donnerstagabend der öffentliche flämische Radio- und TV-Sender VRT. Ohne Quellen zu nennen, soll VRT aus Ermittlungskreisen erfahren haben, dass Abdeslam und zwei weitere Verdächtige, vor hatten, mit Sturmgewehren möglichst viele Menschen zu treffen, während andere Mittäter sich in die Luft jagden. Die Terroristen hätten das gleiche Szenario wie in Paris gaplant, nur sei es partiell misslungen, wird der Sender zitiert. Abdeslam gilt als Hauptverdächtiger der Pariser Anschläge. Deshalb will Frankreich seine Auslieferung.

Abdeslam war nach langer Fahndung am Freitag in der belgischen Hauptstadt festgenommen worden. Jetzt befindet er sich unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in Untersuchungshaft in Brügge.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Kramer (Kaspar)
    Gestern Abend (Gründonnerstag) wurde der Titelinhalt der Verbindung Paris-Brüssel weder bestätigt, sondern eher in Abrede gestellt (F-Innenminister Bernard Cazeneuve). Im Kontext dazu kann man sich die Medien-Kritik von Peter Sloterdijk bezüglich der Verantwortungslosigkeit in der Berichterstattung der Mainstream-Qualitäts-Medien schon fast genüsslich reinziehen.
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  • Kommentar von carlo reve (emblem)
    verstehe einfach nicht dass man am flughafen mit einem einkaufswägeli mit.. bombe drin..durchkommt.....- wenn ich wegfliege weiss ich doch dass die am flughafen merken wenn ich z.b eine bombe usw.. im gepäck habe..? wieso merkt denn das niemand?
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Die Gepäckstücke werden erst im Flughafengebäude kontrolliert. Ist auch in Kloten so und in holliwood?
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    2. Antwort von carlo reve (emblem)
      na ja..meinen Sie denn das wissen wir Alle nicht...! mm..ist ..leider auch in Chur so...oder?
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  • Kommentar von Willi Meier (wm)
    Man sollte all das nicht in den Medien breitschlagen und diesen Terroristen dadurch noch eine Plattform geben. Die mediale Aufregung ist ja genau, was sie mit ihren Taten bezwecken. Die Medienberichte animieren höchstens Andere zu Nachahmertaten.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Das einzig Richtige Herr Meier. Die mediale Berichterstattung muss sich ändern. Keine Details mehr, Kurze Mitteilung . Sie warten ja im Hintergrund nur darauf. In gewisser Weise brauchen sie diese "Anerkennung". Die Plattform ist zu gross geworden. Jeder Experte gibt seine Meinung ab , und Informiert sie dadurch.
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