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International Abfall türmt sich in Madrids Strassen

Madrid versinkt im Abfall. Die Müllmänner der spanischen Hauptstadt protestieren mit einem Streik gegen Jobverlust und weniger Lohn.

Ein unbefristeter Streik der Müllmänner gegen Stellenkürzungen bei der Stadtreinigung hat aus Madrid einen riesigen Abfalleimer gemacht. Viele Strassen im Zentrum waren am Montag nahezu vollständig mit stinkendem Abfall bedeckt.

An vielen Orten waren die Abfalleimer mutwillig entleert und der Inhalt verstreut worden. «Ich kann die Beweggründe für den Streik nachvollziehen, aber ich verstehe nicht, warum sie die Strassen absichtlich verschmutzen», sagte eine junge Anwohnerin im Viertel Malasaña.

Der unbefristete Streik begann am 5. November. Seitdem erschienen die Beschäftigten von Entsorgungsbetrieben und Pfleger von Grünflächen nicht mehr zur Arbeit.

Sie protestieren gegen die Streichung von 1135 Stellen bei Subunternehmen der Stadt. 350 Jobs bei der Stadtreinigung sind bereits weggefallen. Neben dem Stellenabbau sind Gehaltskürzungen von bis zu 40 Prozent vorgesehen.

Bislang ist die Stadtverwaltung, die sich wegen der klammen öffentlichen Kassen zu den Kürzungen gezwungen sieht, zu keinen Verhandlungen bereit. Der Streik könne sich daher noch eine Weile hinziehen, drohte Juan Carlos del Rio, Vertreter der Gewerkschaft UGT.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Ein schönes Beispiel was weltweit passiert, wenn das System „Aus den Augen aus dem Sinn“ nicht mehr funktioniert. Müll ist in jedem Stoffwechselsystem ein durchaus naturgegebenes Produkt und fällt schon im molekularen Bereich an. In einem intakten Ökosystem kein Problem. Was sich aber die Menschheit leistet, entbehrt jeder rationalen Grundlage. Entgegen aller grossartigen Reden zur Nachhaltigkeit, Ressourcen schonen, Recycling etc. haben wir noch nie soviel davon produziert wie heute.
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