Al-Kaida-Chef lehnt länderübergreifende Terror-Vereinigung ab

Fusionsangst: Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri hat einem Zusammenschluss der Ableger des Terrornetzwerks im Irak und Syrien eine Absage erteilt.

Al-Sawahiri.

Bildlegende: Der Al-Kaida-Chef führt offensichtlich einen internationalen Konzern des Terrors. Mit allen Problemen. Keystone

Abu Bakr al-Bagdadi, Chef des irakischen Ablegers ISI, habe einen «Fehler» begangen. Dies heisst es in einem al-Sawahiri zugeschriebenen Brief, den Al-Dschasira veröffentlichte.

«Feinde Gottes»

Die Ankündigung des Zusammenschlusses unter dem Namen Islamischer Staat im Irak und in der Levante habe «allen Dschihadisten geschadet», kritisiert al-Sawahiri. «Al-Nusra ist ein unabhängiger Arm von Al-Kaida.»

Die Echtheit des Briefes war nicht zu überprüfen. Der Sender teilt aber mit, das Schreiben stamme aus «zuverlässigen Quellen». Der Chef der Al-Nusra-Front, Abu Mohammed al-Dscholani, beteuerte nach dessen Veröffentlichung über den Kurznachrichtendienst Twitter seinen «Respekt» für den irakischen Kollegen al-Bagdadi im Kampf «gegen die Feinde Gottes».

Die Al-Nusra-Front wurde 2012 gegründet und wird von den USA auf deren Liste ausländischer Terrororganisationen geführt. Im Kampf gegen die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bekannte sie sich zu Selbstmordanschlägen.