Venezuela am Abgrund Alles wird teurer, Kinder sterben

Das Land hat die grössten Ölreserven der Welt. Trotzdem steht es am Rande des Kollaps.

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Umstrittene Wahlen in Venezuela

1:44 min, aus Tagesschau am Mittag vom 31.7.2017

Rezession: Bis zu 18 Prozent brach 2016 nach Schätzungen die Wirtschaftsleistung ein. Für 2017 werden 10 Prozent erwartet.

Ölpreis: Damit sich die Wirtschaft erholen könnte, müsste der Preis zwischen 70 und 80 US-Dollar liegen. 2017 lag der Preis im Schnitt bei 43 Dollar.

Inflation: Die Teurungsrate betrug 2016 rund 600 Prozent. Für das laufende Jahr werden über 800 Prozent erwartet – ein weltweiter Rekord.

Flucht nach Kolumbien: Jeden Tag überqueren 25'000 Menschen die Grenzbrücke zu Kolumbien, um dort einzukaufen. Bis zu 140'000 Menschen leben bereits illegal im Nachbarland.

Geldwechsel: Der Schwarzmarkt blüht. Dort gibt es für einen Dollar 9'500 Bolivares. Offiziell gibt es dafür maximal 2'010 Bolivares.

Gold: Bis 2014 hatte das Land mit 367 Tonnen Gold noch sehr grosse Reserven. Mittlerweile wurde viel verkauft. Derzeit gibt es noch 187,5 Tonnen.

Auslandschulden: 2005 lagen sie laut Weltbank bei rund 45 Millliarden US-Dollar. 2015 kletterten sie auf 123,6 Milliarden Dollar.

Kindersterblichkeit: Diese ist um 30 Prozent gestiegen. Die Lebensmittel sind knapp, Hunger herrscht. Menschen suchen über das Internet nach lebensnotwendigen Medikamenten. Verzweifelte Ärzte können nicht mehr operieren.