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International Allianz gegen China

Die zweitgrösste Wirtschaftsmacht der Welt gerät am internationalen Sicherheitsgipfel in Singapur immer mehr unter Druck. Bereits die USA haben die Tonlage gegen China verschärft. Nun melden sich verschieden Nachbarstaaten Chinas und halten mit Kritik nicht zurück.

Legende: Video USA und China streiten sich über Territorialfragen abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.05.2014.

Das politische Klima in Südostasien scheint sich gewandelt zu haben. Immer mehr Staaten lehnen sich gegen den Riesen China auf. Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong spricht von Spannungen, die ausser Kontrolle geraten könnten. Auslöser der ungewöhnlich scharfen Kritik sind Chinas Territorialansprüche im Südchinesischen Meer.

Breite Allianz gegen China

Der Premier des Insel- und Stadtstaats fragt sich, ob China wirklich als wohlwollender Nachbar wahrgenommen werden möchte. Zumal es immer offenkundiger danach trachtet, seinen Einfluss rücksichtslos auszudehnen.

Malaysias Verteidigungsminister geht noch einen Schritt weiter und spricht von möglichen verheerenden Folgen der aktuellen Konflikte um Inselgruppen und Hoheitszonen auf See.

Ungeachtet der wichtigen Wirtschaftsbeziehungen mit China hat Peking offenbar den Bogen überspannt. Immer häufiger wird die Politik Chinas kritisiert und die Allianz scheint grösser zu werden.

Wie ernst meinen es die USA?

Rückendeckung bekommen die Staaten von den USA. Verteidigungsminister Chuck Hagel nutzte die Konferenz für eine Warnung an die Adresse Pekings, jegliches Vormachtstreben in der Region zu unterlassen. Die USA würden nicht wegsehen, «wenn die fundamentalen Prinzipien der internationalen Ordnung herausgefordert werden», betonte der Minister.

Auch der japanische Verteidigungsminister Itsunori Onodera konstatierte eine zunehmend schwierige Sicherheitslage in der Region.

Ob den harschen Worten im Ernstfall auch Taten folgen würden, sind sich die Experten allerdings nicht sicher. Zumal China sämtliche Vorwürfe zurückwies.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Matti, Blue Sea Quebec, Kanada
    Na ja nun gut, das hat man davon wenn man mit dem Feind nur um des Geldeswillen schläft!
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Welche Länder sind mittlerweile nicht irgendwie zerstritten? Und man findet immer Gründe, wenn man will. Japans Premierminister sagte in seiner Rede, dass man Gebietsansprüche nicht mit Gewalt erzwingen sollte. Nun, Russland hat es betreffend der Krim nicht mit Gewalt getan.Trotzdem verurteilen & kritisieren jetzt dieselben Seiten, diesen Anspruch.
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  • Kommentar von S. Pfiffner, St. Gallen
    Leider sieht es wirklich heikel aus. Ich würde es eher mit dem 2. WK vergleichen. Eine aufstrebende Weltmacht China (DE), ein grosser militärisch schwacher Rivale Japan (Fr), gegen den man ein Krieg verloren hat, unterdrückt wurde und nie politischen Frieden geschlossen hat. Gebietsansprüche und das verlorenes Taiwan Der Krieg wird sicher noch einige Jahre auf sich warten. Aufrüstpläne für ein Gleichgewicht in der Region und fragen nach möglicher Appeasement-Politik wie vor 2.WK werden kommen.
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