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Atomprogramm Nordkoreas Alliierte starten Marinemanöver

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit Soldaten, im Hintergrund ein Geschütz
Legende: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einem Truppenbesuch. Keystone
  • Südkorea, Japan und die USA haben am Montag ein gemeinsames Marinemanöver gestartet, das sich gegen die Bedrohung durch Raketenangriffe nordkoreanischer U-Boote richtet.
  • Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Raketen abgefeuert und damit seine Nachbarländer und die USA erneut provoziert.
  • Im Zusammenhang mit dem Atomprogramm Nordkoreas fordert US-Präsident Donald Trump zudem die chinesische Regierung zum Handeln auf. In einem Interview in der Zeitung «Financial Times» verlangte er von der Volksrepublik, dass diese die Regierung in Pjöngjang zum Einlenken bewegt.

An der dreitägigen Übung vor der Südküste Südkoreas sind mehr als 800 Soldaten sowie mehrere Zerstörer und Helikopter beteiligt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Das Ziel sei, eine wirksame Reaktion auf die Bedrohung durch nordkoreanische U-Boote und U-Boot-gestützte Raketen zu trainieren. US-Experten warnten zudem in der vergangenen Woche, dass Nordkorea offenbar einen neuen Atomwaffentest vorbereite.

Trump droht mit amerikanischem Alleingang

Die US-Regierung möchte, dass China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm mehr Druck auf seinen traditionellen Verbündeten ausübt. Wenige Tage vor einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping drohte Präsident Donald Trump am Sonntag mit einem Alleingang der USA. Wenn China das Problem mit Nordkorea nicht löse, würden es die USA tun, sagte er der Zeitung «Financial Times».

Seit dem ersten Atomwaffentest 2006 hat Nordkorea bereits vier weitere Tests vorgenommen, zwei davon im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die kommunistische Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Atomwaffen- und Raketentests verstösst Nordkorea gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
    Wenn die USA "es alleine tun" würden, stünden die Chinesen null-komma-plötzlich auf der Nordkorea-Matte und dann hätten sich diese beiden am Wickel - nicht auszudenken, was dann alles losgetreten würde. Ausserdem: die mittlerweile hochgerüsteten Länder könnten dann die neuesten Waffen direkt vor Ort "ausprobieren". Wenn man diese nicht "testen" kann, macht doch die ganze Aufrüsterei keinen Sinn... Die Welt spinnt einfach nur noch.
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  • Kommentar von Rinaldo Alvares (Rino)
    Krieg ist Big Business. Um ihn vom Zaun zu brechen, muss man zuerst ein Feindbild schaffen, das ist gelungen. Die Mainstreammedien haben ihre Aufgabe erfüllt. Die Nordkoreaner sind momentan die Prellböcke. Am Schluss sind die Armen zerbombt und die Reichen ein Feld weiter in ihrem kranken Geostrategiespiel.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Sie vergessen da etwas. In Korea hat es bisher nur einen Waffenstillstand gegeben. Faktisch steht das Land da immer noch im Krieg zwischen zwei verfeindeten Lagern. Diese Teilung da ist wahrscheinlich sehr viel tiefer als es in Europa war.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Jetzt plötzlich die neue Mitteilung Alliierte starten Marinemöver. Konnte man nicht bis nach dem Gepräch warten.? Das ist doch eine Provokation in Kims Augen. Man könnte meinen, Trump will China da fernhalten. Was wird hier wirklich gespielt, haben die USA , falls China nicht mitspielt, die Absicht Nordkorea anzugreifen im Zuge der Übungen?
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