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International Am Gedenktag des Zweiten Weltkriegs: Tusk fordert starke Nato

Auf der Westerplatte bei Danzig – dort, wo vor 75 Jahren in den Morgenstunden 1939 die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs fielen – wurde heute dem Ausbruch des Krieges gedacht. Polens Regierungschef Tusk forderte dabei eine Stärkung der Nato.

Legende: Video 75 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.09.2014.

Auf den Tag genau vor 75 Jahren ist der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat auf einer Gedenkfeier zum deutschen Angriff auf Polen vor 75 Jahren eine Stärkung der Nato gefordert.

«Wir Europäer müssen aus dem tragischen polnischen September und den Jahren des Zweiten Weltkriegs eine Lehre ziehen, die kein naiver Optimismus sein darf», sagte Tusk auf der Westerplatte bei Danzig.

«Wir Polen haben daher das Recht, laut zu sagen, dass niemand das Recht hat, unsere Initiativen zu blockieren, deren Ziel ein effektives Handeln der Nato ist», betonte der künftige Präsident des EU-Rates. Das Schlagwort «nie wieder Krieg» dürfe kein Manifest der Schwachen sein.

Jetzt sei keine Zeit für schöne Worte, betonte Tusk. «Wenn wir heute auf die Tragödie der Ukrainer blicken, auf den Krieg im Osten unseres Kontinents, dann wissen wir, dass der September 1939 sich nicht wiederholen darf. Heute ist noch Zeit, denen Einhalt zu gebieten, für die Gewalt zum Arsenal ihres Handelns gehört.»

Ebenfalls auf der Westerplatte wird die Zentrale Gedenkfeier zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns stattfinden. An ihr nehmen der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski teil.

Burkhalter ruft zum Dialog auf

Am 1. September 1939 erfolgte in der Schweiz gleichzeitig die Mobilmachung. Bundespräsident Didier Burkhalter rief zum Gedenken an den Tag zu Diplomatie und Dialog in schwierigen Zeiten auf. Der Zweite Weltkrieg sei für die Schweiz auch mit düsteren Seiten verbunden, deshalb müsse das Land mit Demut und Bescheidenheit zurückblicken.

19 Kommentare

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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Tursk fordert immer von der NATO etwas. Polens eigene Anstrengungen für die Verteidigung sind absolut minimal. Ganz zu schweigen von den Balten die kaum mehr Ausrüstung haben als die grösseren Polizeikorps der Schweiz. Polen hat heute 23 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion immer noch einen 60% Anteil an Russischen Waffen. Dass sind auch die Länder die grosse Mengen an Russischen Waffen importieren wie auch Bulgarien/Rumänien etc.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Welche Logik! Gerade deshalb bitten sie um mehr Unterstützung, gerade dafür sind starke Bündnispartner da. Man kann von Kleinstaaten wie den drei baltischen Staaten nicht erwarten, dass sie so stark aufgerüstet sind wie ihre "lieben" Nachbarn im Osten, die es immer noch nicht überwunden haben, dass sie die "Frechheit" hatten, sich von ihrem Paradies abzuspalten, und deshalb das Baltikum lieber heute als morgen wieder "heimholen" würden.
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    2. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Das ist eine unbelegte Behauptung, Herr Stump. Wenn das so wäre, dann wäre der Mauerfall in Berlin und die Wiedervereinigung Deutschlands schlicht nicht möglich gewesen. Das Ende des Kalten Krieges, der Zerfall Sowjetunions, war ein neuer Markstein für Russland sich Europa anzunähern. Die Hand wurde ausgestreckt, nachdem W. Putin, den Ausverkauf Russlands durch Raubtierkapitalisten aus dem Westen jäh gestoppt hatte. Im Westen hat man nur darüber gelacht und es nicht Ernst genommen.
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    3. Antwort von Th Gohlke, Deutschland
      Wussten Sie schon? Litauen hat 2.930.865 Einwohner, also knapp 3 Mio.. Und Lettland hat z. B. 1.997.500 Einwohner, also knapp 2 Mio.. Sind dann noch Fragen zu den Anstrengungsmöglichkeiten der Balten offen?
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    4. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Wenn Sie auf den Minderheitenschutz hinaus wollen, welcher ebenso im Art. 1 des Lissaboner Vertrages der EU notiert ist, wieso wird denn der Minderheit in der Ostukraine keinen zugestanden? Warum wird hier mit zwei Ellen gemessen? Ist das eine glaubwürdige, vertrauenswürdige EU-Politik? Damit demontiert sich die westliche 'Wertegemeinschaft' gerade mal selber und zeigt damit ihr wahres Gesicht, resp. das der 'Eliten' zu Brüssel...
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Mich störte sehr die Ansprache von Gauck, der da nicht hingehörte! Meine persönliche Meinung. Wenn, denn hätten Vertreter der russischen Regierung dahin gehört. Sie jetzt überall aus zuschliessen, aber von Friede predigen ist sehr scheinheilig. Gauck gehört dem Land an, welches Millionen von Toten zu verantworten hat & hetzt bei seiner Rede Richtung Russland. Unpassend & völlig unangebracht. .
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Falsch, das war genau der richtige Auftritt zum richtigen Zeitpunkt, schliesslich waren die Polen die ZUERST Angegriffenen. Ja, Vertreter der russischen Regierung hätten auch dahin gehört - wenn sie denn auch bereit gewesen wären, die russische Mitschuld am Ausbruch von WWII zuzugeben. Noch vor wenigen Tagen haben Sie behauptet, es war im Hitler-Stalin-Pakt gar nicht vorgesehen, Polen als Pufferzone anzugreifen, erst nach dem deutschen Angriff hätten die Russen eingreifen MÜSSEN (!).
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      "Polen war zwischen Ost & West als Pufferzone gedacht & trotz dieser Vereinbarung zwischen Hitler & Stalin hat danach Deutschland sofort Polen angegriffen. Hat er auch mit Frankreich & Italien ebenso gemacht. Und es dürfte Ihnen nicht gefallen, aber Kritik an der Rede von Gauck hat es bereits auch von deutschen Politikern gegeben, gell! War heute Thema in deutschen Nachrichten.
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  • Kommentar von E. Burri, Luzern
    Was dieser EU-Anführer fordert, ist ja genau das Gegenteil von der "friedenserhaltende" EU. Wenn das mit dieser EU so weiter geht, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis wir den 3. Weltkrieg haben!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      So ist das eben, wenn die Herren Tusk & Gauck dort von Friede predigen, aber damit Krieg gegen Russland meinen.
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Herr Waeden, Ihre TASS-Meldungen werden langsam langweilig.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Orientiere mich ausschliesslich bei Öffentlich-Rechtlichen Sendern wie SRF, ARD & ZDF. Da müsste ich ja eigentlich total Anti-Russland eingestellt sein, oder? Doch gibt es eben auch bei diesen Sendern interessante Diskussionen/Berichterstatter, welche eben objektiver berichten. Über die Geschichte der beiden Weltkriege gibt es ganz viel Literatur! Dünne & dicke Bücher darüber, gell!:-) Es lohnt sich sie alle zu lesen!
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