Amazon unter der Lupe der EU-Kommission

Die Europäische Kommission will wissen, welche Steuerregelung für den US-Onlinehändler Amazon in Luxemburg gilt. Es ist kein Einzelfall: Die EU nimmt Steuervereinbarungen mit mehreren multinationalen Unternehmen genauer unter die Lupe.

Haus mit Amazon-Logo in Luxemburg

Bildlegende: Amazon-Gebäude in der Altstadt von Luxemburg. Reuters

Die Europäische Kommission will wissen, welche Steuerregelung für den US-Onlinehändler Amazon in Luxemburg gilt. Die Wettbewerbskommission hat der Regierung eine formelle Anfrage geschickt.

Mit der Anfrage wollen die Wettbewerbshüter erfahren, ob die Regeln zur Unternehmenssteuer gemäss europäischen Vorgaben eingehalten werden. Dem Land wird vorgeworfen, wenig Informationen und «diese in armseliger Qualität» abgeliefert zu haben.

Multis unter der Lupe

Seit Anfang Juni hat die Kommission Untersuchungen gegenüber drei Ländern eingeleitet, um sicherzustellen, «dass die grossen multinationalen Firmen ihren fairen Anteil an Steuern» in Europa zahlen.

Die Untersuchungen betreffen die Steuervereinbarungen zwischen EU-Mitgliederstaaten und multinationalen Unternehmen. So werden nebst Amazon auch Apple in Irland, Starbucks in den Niederlanden sowie Fiat in Luxemburg genauer unter die Lupe genommen.

Amazon in Luxemburg

Im steuerlich günstigen Luxemburg befindet sich die europäische Firmenzentrale und der Verwaltungssitz des US-Online-Handelsriesen Amazon.