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International Amnesty kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

Ein Bericht von Amnesty International zeigt auf, welche Prioritäten die EU-Flüchtlingspolitik setzt. Die Menschenrechtsorganisation fordert eine koordinierte Seerettung und Hilfe für Italien.

Flüchtlinge in einem Boot vor Italien
Legende: Amnesty hat die EU-Flüchtlingspolitik analysiert. Es brauche mehr Geld für die Seerettung. Keystone/Archiv

Die Europäische Union hat zwischen 2007 und 2013 fast zwei Milliarden Euro für den Bau von Zäunen, hochentwickelten Überwachungssystemen und Grenzkontrollen ausgegeben. In den Ausbau der Asylverfahren und die Verbesserung der Lage von Asylsuchenden seien hingegen nur 700 Millionen Euro aus dem EU-Budget geflossen. Das schreibt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht zur «Festung Europa».

Amnesty fordert eine von allen europäischen Ländern, auch der Schweiz, finanzierte und koordinierte Seenotrettung. Es sei nicht länger hinzunehmen, dass Italien bislang quasi im Alleingang Bootsflüchtlinge in einem Teil des Mittelmeers rette.

Die Menschenrechtsorganisation prangert zudem an, dass die EU durch Kooperationen mit Nachbarstaaten wie der Türkei, Marokko und Libyen «eine Pufferzone» um sich herum schaffe, damit Flüchtlinge nicht nach Europa gelangten.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Nina Ricci, Bergen
    In der Zusammenfassung spricht Amnesty zum Beispiel von Spanien, die mit Gummischrot und Tränengas auf Flüchtlinge im Meer (also schwimmende Leute) losgegangen sind. Von solchen Verhältnissen reden wir hier.
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  • Kommentar von Eric Boule, Amsterdam
    Ursache der Odyssee v Fluechtlingen sind Natolaender die m ihren Kriegen 20mio Opfer verursacht haben im NahOst.Auch Hunger=ein wichtiger Grund,BioOel+landwirtschaftliche EUPolitik haben eine Milliarde v Menschen inden Hunger getrieben.Das EU sich so abschottet v dem Elend das v ihr verursacht wurde=sehr heuchlerisch+wurde auch v PapstFranziskus als niedriger Moral angemahnt
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Amnesty Int. will die geziele Zerstörung und demographische Umvolkung Europas durch unkontrollierte Masseneinwanderung aus Afrika, dem Nahen Osten und Afghanistan/Pakistan. Diese Org sollte von jedem Mensch mit einem Funken Verstand boykottiert und finanziell niemals unterstützt werden.
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    1. Antwort von andreas furrer, prilly
      @ björn christen: da kommen mir die umvolkungen des sogenannten zeitalters der vernunft (17./18.jh.) in den sinn. auch organisationen der schweiz (u.a. die maschinen- und textilindustrie) profitierten nicht schlecht davon. vieles der gegenwärtigen migration liegt in jenen errungenschaften begründet. zerstört hat sich europa trotzdem bereits mehrfach selbst und etwas blutauffrischung kann darum nur gut tun.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Furrer - die Schweiz hat mit bald 25% den grössten Ausländeranteil Europas (plus Hundertttausende von Eingebürgten). Was verstehen Sie unter wünschensverwerter 'Blutauffrischung' - wenn es 50% oder 75% sind, möglichst viele davon aus Afrika? Sind wir dann erfrischt genug?
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    3. Antwort von andreas furrer, prilly
      @ björn christen: also oben sprechen sie von europa. lassen wir also die eingebürgerten weg. wie sieht das dann demographisch aus und was spricht dagegen wenn sie von einem afrikaner betreut werden?
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