Andalusien-Wahl: Zitterpartie für Madrid

Von der Regionalwahl erwarten Beobachter einen deutlichen Fingerzeig für die Stimmungslage in Spanien. Der Regierungspartei von Premier Rajoy droht ein Debakel. Newcomer im politischen Spektrum wie Podemos und Ciudadonas hoffen, dass sich der Zuspruch in Umfragen an den Wahlurnen niederschlägt.

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Podemos will in Andalusien an die Macht

1:35 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 21.3.2015

Andalusien wählt heute Sonntag ein neues Regionalparlament. Die Abstimmung ist ein wichtiger Test vor der spanischen Parlamentswahl im Herbst. Der konservativen Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy droht nach Umfragen in der bevölkerungsreichsten Region des Landes ein Debakel.

Sozialisten hoffen auf Wahlsieg

Die Sozialisten (PSOE), die bisher mit Susana Díaz die Regierungschefin in Sevilla stellen, können in ihrer Hochburg auf einen Wahlsieg hoffen. Sie dürften aber wahrscheinlich die absolute Mehrheit verfehlen und auf einen Koalitionspartner angewiesen sein. Mit besonderer Spannung wird das Abschneiden der aufstrebenden Parteien Podemos (Wir können) und Ciudadanos (Bürger) erwartet.

Knapp 6,5 Millionen Wahlberichtigte sind zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen. Erste Prognosen für den Ausgang werden nach Schliessung der Wahllokale um 20.00 Uhr MEZ erwartet. Das vorläufige amtliche Endergebnis soll gegen Mitternacht vorliegen.