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Angriff auf Friedenstruppe Blauhelmsoldaten in Kongo getötet

Blauhelmsoldaten
Legende: Beim Angriff in Kongo handelt es sich um den schlimmsten Angriff auf Blauhelme in der jüngeren Geschichte der UNO. Reuters/symbolbild
  • Bei einem Rebellenangriff auf die UNO-Friedenstruppe in Kongo sind mindestens 14 Blauhelm-Soldaten und 5 Angehörige der kongolesischen Streitkräfte getötet worden.
  • Weitere 53 UNO-Soldaten seien verletzt worden, teilten die Vereinten Nationen mit.

Der Angriff – vermutlich von Mitgliedern der Rebellengruppe ADF – habe einem Stützpunkt der Friedenstruppen in Semuliki in der Provinz Nord-Kivu gegolten. Es sei Verstärkung geschickt worden, twitterte der Leiter der weltweiten UNO-Friedenseinsätze, Jean-Pierre Lacroix.

Der Leiter der UNO-Friedenstruppe in Kongo (Monusco), Maman Sidikou, verurteilte den Vorfall aufs Schärfste. Derartige Angriffe seien «feige und ein schwerer Verstoss». Die Mission werde alles Nötige tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Generalsekretär António Guterres nannte dies den «schlimmsten Angriff auf UNO-Friedenstruppen in der jüngsten Geschichte der Organisation».

Im Osten des Kongo sind zahlreiche Rebellengruppen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle über die reichen Bodenschätze der Region wie Gold, Kobalt oder Zinn geht. Die Armee liefert sich seit Jahren schwere Gefechte mit der von muslimischen Ugandern dominierten Rebellengruppe Alliierte Demokratischen Kräfte (ADF).

Mehr als 700 Zivilisten wurden seit Oktober 2014 getötet, viele von ihnen mit Messern und Macheten. Die Monusco und die kongolesische Regierung machen die ADF für diese Angriffe verantwortlich. Die rund 16'000 Mann starke Uno-Friedenstruppe hilft bei der Stabilisierung des Kongos.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Es ist ein Fehler, Krieg als "Friedensmission" zu bezeichnen, egal ob im Irak, in Syrien oder in einem afrikanischen Land. Nachdem Präsident Lumumba 1960 durch Kräfte aus den USA aus dem Amt geputscht worden ist, wurden die neuen Machthaber in das hohe Amt "hineinkorrumpiert". So war den internationalen Konsortien der Weg zur Ausbeutung des Landes geebnet. Es wäre nun an der Zeit, das gebeutelte Land an den Gewinnen seiner Bodenschätze zu beteiligen und die fremden Soldaten abzuziehen.
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