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Hektik in der Militärallianz Angst vor US-Kurswechsel scheucht die Nato auf

Legende: Audio Nato übt sich in Aktivismus abspielen.
1:18 min, aus HeuteMorgen vom 06.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nato-Aussenminister kommen heute zu einem zweitägigen Treffen in Brüssel zusammen, um eine engere Zusammenarbeit der Militärallianz mit der EU zu beschliessen.
  • So viele Beschlüsse wie die 28 Aussenminister jetzt fällen wollen, gab es schon lange nicht mehr: Es geht um 40 Kooperationsprojekte mit der EU, von gemeinsamen Marine-einsätzen bis zur Abwehr von Hackern.
  • Damit soll dem neuen, Nato-skeptischen US-Präsidenten Donald Trump die Nützlichkeit der Allianz bewiesen werden. Denn die Angst vor einem Kurswechsel in Washington ist das inoffizielle Hauptthema des Treffens.

Angesicht der Fülle an Vorhaben der Nato stellt sich die Frage, ob die Militärallianz weiss, wohin die Reise gehen soll, oder ob es sich bloss um Aktivismus zwecks Ablenkung handelt. Tatsächlich hat die Nato nämlich drei grosse Probleme:

Erstens Russland: Zwar hat das Bündnis in Moskau seinen alten Feind neu gefunden, aber wie soll man mit ihm umgehen? Ist Konfrontation unvermeidlich, oder wäre Versöhnung nach Moskaus Bedingungen besser?

Zweitens das Verhältnis zur EU: Wird die EU sicherheitspolitisch ergänzend zur Nato tätig werden, oder, wie manche fürchten, in Konkurrenz?

Drittens Donald Trump: Wendet er sich ab, oder waren entsprechende Drohungen nur so dahingesagt? Offenkundig ist jedenfalls: Die Nato ist jetzt derart aktiv, um zu zeigen, wie unverzichtbar die Allianz ist. Gerade auch für die USA.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Panikmacherei der NATO dient dazu, die Umsätze der Kriegsindustrie zu erhöhen. Die Technologie der innovativen, grossen Hersteller befindet sich in einem Umbruch (autonome Systeme bis Künstliche Intelligenz). Das erfordert für die Angreifer weniger Personal vor Ort. Gleichzeitig wird die Gefahr für Menschen erhöht, völlig unvermittelt angegriffen zu werden. Normale Verteidiger werden immer weniger Chancen haben. Wenige Führer können so global agieren.
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Die NATO ist eine Gefahr für den Weltfrieden.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Gross- und Mittelmächte sind eine Gefahr für den Weltfrieden, weil sie sich überall in Konflikte einmischen, siehe Syrien. Die NATO ist nur ein Instrument um den Frieden zu erhalten. Fragen sie mal die Bewohner der baltischen Staaten, ob sie auf die NATO verzichten würden.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Herr Trump hat gesprochen aber weiss nicht was in der NATO läuft, das ist Geheim und wird Er erst als Präsident erfahren. Das die anderen wie Deutschland weniger bezahlen wird seine Gründe haben. Ich kann mir Vorstellen dass das mit Waffenkäufen oder anderen Verpflichtungen gekoppelt ist von dem wir nicht wissen dürfen und daher auch Herrn Trump die Infos fehlen. Wenn Er Präsident ist und sich nichts ändert wissen wir etwas mehr, das ich mit meiner Vermutung doch nicht mal so schlecht liege!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Trump will wahrscheinlich lediglich, dass die EU-Staaten mehr bezahlen müssen, mehr nicht ! - Dh. er will wahrscheinlich eher nicht, dass die EU-Staaten in der EU mehr Einfluss bekommen können. - Es geht nur ums mehr Bezahlen....!
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