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International Anklage im Fall der Giftbriefe

Der Verdächtige, den das FBI im Zusammenhang mit den Giftbriefen festgenommen hat, ist den Behörden kein Unbekannter.

US-Polizeiautos stehen vor einem Gebäude.
Legende: Der verdächtige Mann wurde in Corinth im Bundesstaat Mississippi in Polizeigewahrsam genommen. Keystone

«Ein Unrecht zu sehen und es nicht aufzudecken heisst, zu einem stillen Partner bei dessen Fortbestand zu werden. [...] Dies ist KC und ich befürworte diese Botschaft.» Diese Zeilen enthielt jeder der Briefe, die an Präsident Barack Obama, Senator Roger Wicker und einen Justizvertreter Mississippis adressiert waren. Die Schreiben waren gemäss ersten Tests mit dem tödlichen Eiweissstoff Rizin präpariert.

Geschrieben haben soll sie ein 45jähriger Mann aus Corinth im Bundesstaat Mississippi. Ihn hat das FBI bereits am Vorabend festgenommen. Nun wurde Anklage gegen ihn erhoben. Wie das Justizministerium mitteilte, wird der US-Bürger beschuldigt, wissentlich die bedrohlichen Schreiben abgeschickt zu haben. Er werde noch heute Donnerstag (Ortszeit) erstmals vor einem Richter erscheinen. Gemäss seinem Anwalt leugnet der Beschuldigte die Tat.

Keine Verbindung zu Attentat in Boston

Nach Angaben aus Ermittlungskreisen soll der Mann schon 2007 in wütenden Internet-Postings ähnliche Formulierungen benutzt haben. Mehrmals soll er sich über Missstände bei Behörden beschwert haben, ohne eine Antwort erhalten zu haben. So wollte er von einem Organhandel wissen und Korruption bei Elvis-Gesangswettbewerben aufdecken. Der Verdächtige selbst trat als Elvis-Imitator auf.

Eine Verbindung zwischen den vereitelten Giftbrief-Anschlägen und den Bomben-Explosionen während des Boston-Marathons gibt es nach Polizeiangaben nicht.

Legende: Video Giftbriefe: Festnahme eines Verdächtigen abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 18.04.2013.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Von Behörden, aber bes.der Regierung nicht ernstgenommen zu werden,das kennen wir hierzulande auch,nicht nur nach Abstimmungen.Der Bürger kann zwar bis in die höchsten Teppichetagen persönl.per Email mit Anfragen+Problemen solche Adressen anschreiben, verstanden wird man dabei kaum,höchstens bei der jüngeren Generation.Ansonsten stellt man fest,zurück kommen Standardschreiben,gezielt danebenverstande Antworten oder gar keine.Klare, Anfrage bezogene Antworten sind idR nicht zu erwarten.
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