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Ankündigung von Macron «Die rote Linie wird respektiert werden»

Der französische Präsident Emmanuel Macron.
Legende: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit einem Angriff in Syrien gedroht. Keystone
  • Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Syrien mit einem Angriff gedroht, sollte der Führung des Landes der Einsatz von Chemiewaffen nachgewiesen werden.
  • «Die rote Linie wird respektiert werden», sagte Macron am Dienstagabend vor Journalisten.

Macron sagte weiter, bislang hätten Frankreichs Dienste aber nicht den Beweis vorgelegt, dass verbotene Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien. Sobald der Beweis vorliege, werde er handeln, sagte er.

Der französische Präsident hatte einen neuerlichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien im vergangenen Jahr als «rote Linie» bezeichnet und angekündigt, in einem solchen Fall mit Luftschlägen zu reagieren – notfalls im Alleingang.

Vergangene Woche hatte Macron sich in einem Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin besorgt gezeigt – im Hinblick auf einen möglichen Chlorgas-Einsatz in Syrien.

«Irreführende Nachrichten»

Syrien weist den Vorwurf zurück, Regierungstruppen hätten im Bürgerkrieg Chemiewaffen eingesetzt. Die USA seien unzufrieden mit den Erfolgen der syrischen Armee und verbreiteten deshalb «irreführende Nachrichten», sagte Syriens Vize-Aussenminister der Nachrichtenagentur Sana.

«Es gibt bisher keine Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen von Seiten der syrischen Armee. Alle Vorwürfe beruhen auf unwahren und gefälschten Behauptungen.»

Aktivisten und Helfer in Rebellengebieten haben den Regierungstruppen mehrfach den Einsatz von Chlorgas in der Provinz Idlib und in der Region Ost-Ghuta bei Damaskus seit Anfang des Jahres vorgeworfen.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Aber dass die USA und Israel mit ihren völkerrechtswidrigen militärischen Aktionen in Syrien dauernd eine rote Linie des Völkerrechts überschreiten, das ist kaum eine Zeile oder Aufregung wert.
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  • Kommentar von H. Svec (H.S.)
    Macron's Humanismus: Wenn einer Unschuldige umbringt, dann bringe ich auch Unschuldige um. Ist das nicht pervers?
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Macron/Frankreich positioniert sich in Nahost, um diverse Rohstoffquellen zu sichern. Dabei setzt er auf bestimmte Emirate, wie dies bereits seine Vorgänger gemacht haben. Wenn es um strategische Rohstoffe für FR geht, spielt die Moral oder Menschenrechte eine untergeordnete Rolle. Da steht FR anderen Nato-Partnern in nichts nach, wie seine Geschichte zeigt. Mit der Fremdenlegion verfolgt es seine Strategien und greift dort ein, wo es ihnen nützlich erscheint.
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