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Annäherung zwischen den Koreas Eine Einladung, die Hoffnung macht

Legende: Audio «Eine Einladung nach Nordkorea» abspielen. Laufzeit 1:15 Minuten.
1:15 min, aus Info 3 vom 10.02.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erst ein Handschlag, jetzt vielleicht ein Besuch: Die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea geht weiter.
  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat den südkoreanischen Präsidenten zu einem Besuch in den Norden eingeladen.
  • Die Einladung zeugt vom einsetzenden Tauwetter zwischen beiden Ländern. Entscheidend wird nun die Rolle der USA sein.

Kim Jong-uns Schwester, Kim Yo-jong, soll Präsident Moon die Einladung nach Pjöngjang verbal übermittelt haben. Bei der Eröffnungszeremonie sass sie in unmittelbarer Nähe von Präsident Moon. Die beiden reichten sich während der Feier zudem die Hand. In einem Brief an Präsident Moon sprach Kim Jong-un zudem davon, die Beziehungen mit dem Süden verbessern zu wollen.

Legende: Video «Kim Jong Un lädt Südkoreas Präsident zu sich ein» abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.02.2018.

Falls der Besuch zustände käme, wäre es ein weiterer Erfolg für Moon Jae-in und dessen Annäherungspolitik gegenüber Nordkorea. Moon hat die Einladung jedoch noch nicht angenommen. Stattdessen sagte er, Nordkoreas Regierung müsse sich um einen Dialog mit den USA bemühen.

Denn: Ein solches Treffen müsste Moon auch eng mit seinem Verbündeten, den USA, absprechen. Doch diese verfolgen unter Präsident Donald Trump einen harten Kurs: So sprach US-Vizepräsident Mike Pence gegenüber US-Medien von der amerikanischen Politik des «extremen Drucks» auf Nordkorea. Dazu passte auch, dass Pence die nordkoreanische Delegation an der gestrigen Eröffnungsfeier ignorierte – dies obwohl auch er nur wenige Meter von Kims Schwester entfernt sass.

Es gibt also noch viele offene Fragen, dennoch machen die jüngsten Entwicklungen Hoffnung auf eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Aber bitte ohne die grossen Brüder. MfG
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Dies könnte ein Anfang einer Wiedervereinigung sein. Natürlich überwiegen momentan Bedenken auf beiden Seiten. Nord- und Südkorea müssen bei ihren "Schutzmächten" um Erlaubnis fragen. Es macht den Eindruck, als ob nun die USA am Zug sind. Wie hat doch Reagan zu Gorbatschow gesagt: Tear down this wall. Was passiert echt, wenn Xi das sinngemäss zu Trump sagt. Wobei Jong-un enorm Vorarbeit leisten und Macht abgeben müsste. Die USA könnten dann in der Region weniger Kriegs-Manöver abhalten.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Da wird sich nichts bewegen in Richtung Wiedervereinigung. Suedkorea wird sich nicht nach den Vorstellungen Kim Jong Uns Regime vereinnahmen lassen. Da müssen sich die Amis gar keine Sorgen machen. Suedkorea ist fest im westlichen Lager veranker und wird davon nicht abweichen können.- Das da ist nur ein reines Wunschdenken von realtaetsfremden, anti-amerikanischen Kreisen. Die Spannungen bleiben bestehen, auch wenn man so tut als würde man ein Tauwetter abhalten. (reine Propaganda!)
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