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«Anormale» Geräusche Auch US-Diplomaten in China leiden an mysteriöser Erkrankung

  • Mindestens zwei weitere US-Diplomaten sind von einer mysteriösen Krankheit betroffen, wie die «New York Times» berichtet.
  • Die beiden in China tätigen Regierungsmitarbeiter seien erkrankt, nachdem sie ungewöhnliche Geräusche gehört hätten.
  • Die Ursache ist bisher nicht bekannt.
Das US-Konsulat in Guangzhou
Legende: Die US-Botschaft in China hat bereits Ende Mai eine Gesundheitswarnung herausgegeben, nachdem ein Mitarbeiter über Beschwerden geklagt hatte. Keystone

Das amerikanische Aussenministerium hat eine Gruppe von Diplomaten aus China nach Hause gebracht, die an einer mysteriösen Krankheit leiden. Die Symptome ähnelten einer Hirnverletzung und seien bereits beim US-Personal in Kuba aufgetaucht, bestätigte eine Sprecherin einen Bericht der «New York Times».

Die Fälle haben sich in der südchinesischen Metropole Guangzhou ereignet. Ein Ärzteteam sei in das dortige US-Konsulat gereist, nachdem ein Mitarbeiter durch «anormale» Geräusche ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte. Die Sicherheit ihrer Mitarbeiter habe für die US-Regierung «oberste Priorität», teilte Aussenministeriumssprecherin Heather Nauert mit.

Erinnerungen an Kuba werden wach

Aussenminister Mike Pompeo sagte, die Symptome stimmten «vollständig mit den medizinischen Befunden überein, die bei US-Amerikanern in Kuba festgestellt wurden».

Die mysteriösen Symptome traten nach offiziellen Angaben bisher bei 24 US-Regierungsmitarbeitern und Familienmitgliedern in Kuba auf. Diese nahmen ungewöhnliche Geräusche wahr und meldeten gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen, Hörprobleme, Orientierungslosigkeit und Konzentrationsschwächen.

Nach den Vorfällen auf Kuba hatten die USA im vergangenen Jahr die Hälfte ihres diplomatischen Personals aus Havanna abgezogen. Washington machte die kubanische Regierung für die Symptome verantwortlich, deren Ursachen nie wirklich geklärt werden konnten. Kuba bestritt dies. Auch Kanada zog zehn Mitarbeiter aus Kuba wegen ähnlicher Beschwerden ab. Die Ursache ist offiziell nicht bekannt.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Chinesen lassen sich das permanente Ausspionieren der USA auch mittels Botschaften, wie es mit europäischen Partnerländern (DE, A, FR etc.) standardmässig vollzogen wird, nicht so ohne weiteres bieten. Das ist eine ganz neue Erfahrung für die US-Boys und Girls. Die Chinesen haben in den letzten Jahren öfters mit dem Zaunpfahl gewinkt, wenn es ihnen nötig erschien. Es war öfters nötig. Lieber ein erklärter Gegner als verlogene Freundschaft, die vom Stärkeren (meist die USA) ausgenutzt wird.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Ich vermisse etwas die Logik in Ihrer Spekulation, Hr Szabo. Wenn es in der US - Botschaft in China Leute hat die sich nicht genehm führen, hat China andere Möglichkeiten um sie nach Hause zu senden. Dazu brauchen sie nicht krankmachende Attacken zu fahren.
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  • Kommentar von Walter Freiburghaus (sophisticated)
    "die Symtome ähnelten einer Hirnverletzung", also überhaupt nichts harmloses. Ich bin bestürzt darüber welch verhöhnende Kommentare hier zum besten gegen werden. Sie reichen von Zynismus bis zur Lächerlichkeit. Weit hat's der Mensch gebracht!
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    1. Antwort von Milan Darem (Mannausorient)
      Klar Herr Freiburghaus, geht es um Schicksal eines einzelnen Menschen, als Opfer eines bösen Tats oder eines Unfalls o.ä., muss man Mitgefühl haben! Hier geht es aber nicht darum, dass Frau Müller Magendarmgrippe hat! Es handelt sich um einen Staat, der z.B. im Irak, in seinen Kriegsschiffen, Guantanamo Hunderttausende Menschen getötet oder gefoltert hat. Kürzlich seine freundliche Unterstützung kostete in Gazastreifen das Leben von hunderten Menschen. Spürten Sie ein grosses Mitgefühl dabei?
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    2. Antwort von Walter Freiburghaus (sophisticated)
      @Mannausorient Wenn ich sage "Weit hat's der Mensch gebracht", dann meine ich ausnahmslos jeden der auf dieser Erde lebt und nicht bereit ist sich nach Kräften für das Gute und Lebensfördernde einzusetzen. Also mindestens das was fast jede Tiermutter instinktiv tut unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Statt dessen sinnt der Mensch wie er den andern überlisten, betrügen, quälen und töten könnte, zum vermeintlich eigenen Vorteil.
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  • Kommentar von Jana Vilim (Jana Vilim)
    Whistleblower gegen Geheimdienste. Die Enthüllungen des ehemaligen CIA- und NSA-Spions Edward Snowden zeigen, wie amerikanische und britische Geheimdienste Telefon- und Internetüberwachung betreiben. Nun wird der Whistleblower gejagt. Wie in der US-Botschaft in Berlin scheint auch in Genf das gesamte oberste Stockwerk für die Spione reserviert, natürlich in Kuba, China und……... Es bleibt den Staaten überlassen, welche fremdstaatlichen Handlungen sie auf eigenem Territorium dulden wollen
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