Anschlag auf Wahlkampfzelt im Irak fordert mehr als 20 Tote

Bei einem Anschlag auf ein Wahlkampfzelt in der irakischen Stadt Bakuba sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich in dem vollen Zelt in die Luft gesprengt. In den vergangenen Wochen wurden rund zehn Kandidaten getötet.

Vor dem Selbstmordanschlag war eine Handgranate hineingeworfen worden. Rund 60 Menschen seien verletzt worden, hiess es. In der Region sollen demnächst lokale Wahlen stattfinden. Das Zelt gehörte einem sunnitischen Kandidaten. Er wurde bei dem Anschlag nicht verletzt. In den vergangenen Wochen wurden rund zehn Kandidaten getötet.  

Angespannte Lage

Im Irak eskalieren derzeit die Spannungen zwischen den Religionsgruppen der Sunniten und Schiiten sowie der Volksgruppe der Kurden. Die Schiiten waren während der Herrschaft Saddam Husseins unterdrückt worden, sitzen heute aber an den Schaltstellen der Macht.

Die Minderheit der Sunniten fühlt sich an den Rand gedrängt und politisch kaltgestellt. Ihnen fühlen sich Extremisten verbunden, die der Al-Kaida nahestehen. Daneben kollidieren oft die Autonomiebestrebungen der Kurden mit den Vorstellungen der von den Schiiten dominierten Zentralregierung.