Anschlag in Frankreich: Das Protokoll

Nahe der Stadt Lyon hat es am Morgen einen Anschlag gegeben. Er war offenbar islamistischer Natur. Ein Mann wurde enthauptet. Sein Kopf wurde mit islamistischen Zeichen verschmiert. Zwei Personen wurden verletzt. Ein mutmasslicher Täter wurde verhaftet. Lesen Sie hier das Protokoll der Ereignisse.

Attentat bei Lyon

Anschlag in Frankreich

  • Ein Mensch wurde enthauptet aufgefunden
  • Mindestens ein mutmasslicher Attentäter wurde festgenommen
  • Anschlag ereignete sich in Saint-Quentin-Fallavier, nahe Lyon, in einer Gasfabrik
  • Es gab zusätzlich zwei Verletzte
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 15 :52

    Medienkonferenz um 19 Uhr

    Derzeit berät der französische Krisenstab über den Anschlag nahe Lyon. Weiter informiert wird um 19 Uhr in einer Medienkonferenz. Mit dieser Information beschliesst SRF News die Berichterstattung via Liveticker. Wir werden natürlich auch von der Medienkonferenz weiter berichten. Eine laufend aktualisierte Zusammenfassung finden Sie hier.

  • 15 :45

    Opfer offenbar lokaler Geschäftsmann

    Die französischen Behörden teilen mit, dass es sich bei dem enthaupteten Opfer um einen lokalen Geschäftsmann handelt.

  • 15 :42

    Auch Cameron bestellt Sicherheitskabinett ein

    Grossbritanniens Premierminister David Cameron hat nach den mutmasslichen Terrorattacken in Tunesien und Frankreich das Sicherheitskabinett einbestellt, um die Situation zu beraten. Die Sitzung soll von einem Minister seines Kabinetts geleitet werden, sagte Cameron in Brüssel.

  • 15 :24

    EU-Staats- und Regierungschefs kondolieren

    Die 28 EU-Staats- und Regierungschefs haben in ihrer Sitzung dem französischen Präsidenten Francois Hollande ihre Anteilnahme für die Opfer des mutmasslichen terroristischen Anschlags bei Lyon ausgesprochen. Dies sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dies zeige, wie gross die Herausforderung im Kampf gegen die Islamisten sei. Sie forderte die EU-Staaten deshalb auf, sich stärker gegen das Einsickern von Terroristen der IS-Miliz zu schützen.

  • 14 :53

    Israel ruft französische Juden «nach Hause»

    Nach dem Terroranschlag in Frankreich hat Israels Einwanderungsminister die französischen Juden dazu aufgerufen, nach Israel zu immigrieren. «Der Antisemitismus wächst, der Terrorismus greift um sich und Berichten zufolge mordet der Islamische Staat (IS) mitten am Tag», sagte Zeev Elkin israelischen Medien zufolge. «Wir sind darauf vorbereitet, unsere Arme für die Juden Frankreichs zu öffnen.»

    Anfang Januar waren bei einer islamistischen Anschlagsserie in Paris mehrere Juden getötet worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Gemeinde daraufhin aufgefordert, nach Israel zu kommen. 2014 waren 7000 Juden von Frankreich nach Israel ausgewandert – mehr als doppelt so viele wie noch 2013.

  • 14 :35

    Attentäter mit Verbindungen zu Salafisten

    Der nach dem Anschlag bei Lyon festgenommene, mutmassliche Attentäter hat einen terroristischen Hintergrund. Es gebe Verbindungen zur salafistischen Bewegung, sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve nach dem Attentat auf ein Werk für Industriegase in Saint-Quentin Fallavier bei Lyon.

    Zu dem nicht vorbestraften Mann sei 2006 wegen seiner Radikalisierung eine Akte angelegt worden, sagte der Innenminister. Dieses Verfahren sei 2008 nicht fortgesetzt worden. Der Attentäter sei bei dem Anschlag von einem Feuerwehrmann aufgehalten worden, berichtete Cazeneuve.

  • 14 :27

    Informationen vom SRF-Korrespondenten

  • 13 :49

    Zweiter Täter offenbar gefasst

    Nach dem islamistischen Anschlag bei Lyon mit einem Toten soll ein zweiter Attentäter festgenommen worden sein. Es handele sich um den Fahrer des Wagens, der zum Tatort in die Fabrik für Industriegase gefahren sein soll, berichtete die Regionalzeitung «Dauphiné Libéré» ohne Nennung von Quellen.

  • 13 :44

    Neue Infos der Behörden

    Die französischen Behörden geben neue Details bekannt. Man sei daran, das Opfer zu identifizieren. Die Untersuchungen seien im Gange. Die Flaggen werden analysiert, die Inschriften seien noch nicht übersetzt worden. Inzwischen kenne man auch der Name des mutmasslichen Täters. Er war den Behörden bekannt – hatte jedoch keine Vorstrafen.

  • 13 :20

    Innenminister Cazeneuve ist am Tatort eingetroffen

  • 13 :09

    Der Bericht in der Tagesschau

    Video ««Tagesschau 13:00 Uhr» vom 26. Juni 2015» abspielen

    «Tagesschau 13:00 Uhr» vom 26. Juni 2015

    0:46 min, vom 26.6.2015

  • 13 :00

    Hollande meldet sich zu Wort

    Der französische Staatspräsident François Hollande hat sich erstmals kurz zum Attentat geäussert. Es habe sich um einen «terroristischen Anschlag» gehandelt, sagte er. Und es habe einen, «vielleicht auch zwei» Täter gegeben. Weiter sagte Hollande: «Wir müssen jetzt die Aktionen ergreifen, um die Franzosen zu schützen. Wir müssen Personen, die für solche Taten verantwortlich sind, stoppen.» Am Nachmittag soll Hollande zurück in Frankreich sein. Nach Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian soll dann auch das Sicherheitskabinett tagen.

    Video «Erste Stellungnahme von Hollande» abspielen

    Erste Stellungnahme von Hollande

    0:16 min, vom 26.6.2015

  • 12 :53

    Einschätzungen von SRF-Korrespondent Charles Liebherr

    «Die Ermittlungen sind noch in vollem Gang. Mittlerweile hat sich auch die Spezialbehörde zur Terrorbekämpfung in Paris eingeschaltet – das sind im Wesentlichen die Polizei und der Inland-Geheimdienst. Der mutmassliche Angreifer soll den Behörden auch bekannt sein. In Frankreich gilt nach dem Attentat auf ‹Charlie Hebdo› immer noch höchste Alarmstufe. Das heisst, alle Sicherheitsdienste – Militär, Polizei, Geheimdienste – arbeiten mit dem jeweils grösstmöglichen Dispositiv. Es war auch schon mehrfach in den letzten Monaten die Rede davon, dass Attentate im Land verhindert worden sind. Die Regierung wird also auch jetzt kaum Ruhe vorspielen – es ist einfach triste Realität in Frankreich, dass man jederzeit mit dem Schlimmsten rechnen muss. Die Geschehnisse sind ein weiterer Hinweis, wie fragil die Sicherheitslage im Land ist.»

  • 12 :45

    Bilder vom Tatort

    In dieser Fabrik geschah der Anschlag.

  • 12 :41

    Cameron bekundet Mitgefühl

    Der britische Premierminister David Cameron sprach mit Frankreichs Präsident François Hollande über das Attentat und bekundete sein Mitgefühl. Es sei ein «entsetzlicher Vorfall», sagte Cameron und seine Gedanken seien bei den Betroffenen.

  • 12 :39

    Sicherheitsvorkehrungen werden verschärft

    Der französische Premierminister Manuel Valls hat die Sicherheitsvorkehrungen in der gesamten Region erhöht. Die Behörden sollten «sofort» in der ostfranzösischen Region Rhône-Alpes die Sicherheitsvorkehrungen für Einrichtungen verstärken, die als gefährdet eingestuft werden könnten, verlautete aus dem Umfeld von Valls.

  • 12 :33

    Hollande kehrt nach Frankreich zurück

    Der französische Präsident François Hollande befindet sich derzeit in Brüssel zu Gesprächen über die Griechenland-Krise. Er will aber noch am Nachmittag nach Frankreich zurückkehren.

  • 12 :28

    Angaben widersprechen sich

    Laut der Zeitung «Le Parisien» handelt es sich beim verhafteten Mann um den mutmasslichen Täter. Zudem sei ein weiterer Terrorist getötet worden. Die Suche nach möglichen Komplizen läuft auf Hochtouren.

  • 12 :26

    Das sagen Polizeisprecher im französischen Fernsehen

    Ein Auto sei angekommen. Es seien zwei Personen im Auto gewesen, jedoch schien nur eine davon der Angreifer zu sein. Eine Explosion habe es nicht gegeben, sondern einen Knall, weil das Auto auf Sauerstoff-Behälter krachte. Ein Bombenanschlag könne nicht bestätigt werden.

    Ein Mann sei enthauptet aufgefunden worden. Bis jetzt könne man noch nicht von einem terroristischen Akt sprechen, es werde aber auch nicht ausgeschlossen. Der Verdächtige habe noch nicht identifiziert werden können. Auch dass er dem Geheimdienst bekannt wäre, sei Spekulation.

  • 12 :18

    Gasfabrik evakuiert

    Die Angestellten der Gasfabrik sind vom Gelände gebracht worden. Offenbar handelt es sich dabei um rund 40 Personen.