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International Antarktis wird keine Schutzzone

Adeliepinguine leben dort, die Mikroalgen blühen, die Wale singen: Die Ostantarktis und das angrenzende Rossmeer sind in ihrer Fauna und Flora einzigartig. Trotzdem können sich die Staaten nicht zu einer Einigung durchringen, um das Gebiet zu schützen.

«Ich habe noch nie so enttäuschende Verhandlungen erlebt», sagte eine Greenpeace-Meeresexpertin. Die der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR) hat in Bremerhaven beraten – und konnte sich nicht einigen.

Es sollte das grösste Meeresschutzgebiet der Welt werden, im antarktischen Ozean, in jener Gegend, die noch weitgehend frei ist von menschlichen Einflüssen. Insgesamt rund 3,8 Millionen Quadratkilometer hätte die Zone umfasst, fast so gross sind wie die Europäische Union.

Veto aus Moskau

Grund für das Scheitern sei vor allem der Widerstand Russlands, sagte die Meeresexpertin. Sie sass als Beobachterin in der CCAMLR.

Verhandlungen der CCAMLR waren schon einmal 2012 gescheitert. Damals hatten China, Russland und die Ukraine Bedenken über mögliche Beschränkungen für die Fischerei geäussert.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Die Welt tut,was auch die CH nicht lassen kann:sie stellt vermeintl.Wohlstand+Wirtschaft über die eigene Lebensgrundlage u.die all ihrer Mitgeschöpfe,handelt ohne Wimperzuck gegen die eigene BV.Art.78/4)''Erlässt Vorschriften zum Schutz von Fauna+Flora,zur Erhaltung ihrer Lebensräume in der natürl.Vielfalt.Er schützt bedrohte Arten vor Ausrottung.''Schon Wetterextreme setzen den einzelnen Arten hart zu.Der kurzsichtige Lebensstil+die ungebremste Reproduktion aber rotten jedes Jahr 10'000e aus.
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Eine Scham für die gesammte Menschheit ! Bei der skrupellosen Verfolgung der eigenen materiellen Interessen wird einer der letzten Zufluchtsorte für viele Meerestiere auch noch zur Zerstörung freigegeben. Spätere Generationen werden für diesen Zerstörungswahn die Zeche zahlen müssen und unsere Generation verdammen !
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Das Versagen der Versager... etwas Anderes erwartet? Es geht doch hier um Resourcen und welcher Gross-Staat will darauf verzichten Angesichts zunehmender Verrknappung WELTWEIT. Denn nicht nur die Menschheit muss wachsen sonder auch die Industrie, der Umsatz, die Loehne... lueged in Spiegel!
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