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Anti-Drogen-Plan der USA Trump verschärft Kampf gegen Opiate

Legende: Video Trump im Kampf gegen Opiate abspielen. Laufzeit 1:26 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 19.03.2018.
  • US-Präsident Donald Trump will in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 6 Milliarden Dollar in den Kampf gegen die sogenannte Opiat-Krise stecken.
  • Ausserdem hat er an an einer Veranstaltung im US-Gliedstaat New Hampshire seine Forderung, Grossdealer müssten die Todesstrafe erhalten, wiederholt.
  • Bei Opiaten handelt es sich meist um verschreibungspflichtige Schmerzmittel, Heroin und Fentanyl. 2016 starben in den USA 64'000 Menschen an einer Drogenüberdosis.

Angesichts der grassierenden Drogenepidemie in den USA will Präsident Donald Trump gegen Grossdealer die Todesstrafe verhängen lassen. «Mein Justizministerium wird so viel härtere Strafen für Dealer entwickeln», sagte Trump am Montag.

Er äusserte sich bei der Vorstellung eines Anti-Drogen-Programms seiner Regierung in Manchester im Bundesstaat New Hampshire. «Wenn wir die Drogendealer nicht hart anfassen, machen wir etwas falsch», sagte Trump. Vertreter anderer Länder mit Todesstrafe für Drogendealer hätten ihm gesagt, sie hätten kein Drogenproblem. Er fügte einschränkend hinzu: «Vielleicht ist unser Land noch nicht bereit dafür.»

Die USA haben ein riesiges Problem mit Opioiden. Dazu zählen unter anderem verschreibungspflichtige Schmerzmittel, Heroin und synthetische Drogen wie Fentanyl, das in der Anästhesie angewendet wird. Insgesamt sind nach Statistiken der Seuchenbekämpfungsbehörde CDC im Jahr 2016 etwa 64'000 Menschen in den USA durch eine Drogenüberdosis gestorben. Opioide waren demnach bei mehr als zwei Dritteln dieser Todesfälle im Spiel.

«Ich werde diese Schlacht gewinnen»

In den USA gebe es jeden Tag 116 Opioid-Tote, sagte Trump. «Diese Geissel der Drogensucht wird enden.» Neben härteren Strafen für Dealer sollen zu dem Regierungsprogramm auch eine Reduzierung der verschriebenen Schmerzmittel um ein Drittel gehören. «Wir müssen das Angebot herunterfahren, sie machen unglaublich süchtig», sagte Trump.

Trump.
Legende: Der US-Präsident hat an einer Veranstaltung in New Hampshire sein Anti-Drogen-Programm vorgestellt. Keystone

«Ich werde diese Schlacht gewinnen», sagte Trump. Er wolle nicht in sieben Jahren das Weisse Haus verlassen und dieses Problem immer noch haben. «Einige Dealer bringen Tausende Menschen um im Lauf ihres Lebens. Dann werden sie gefangen und bekommen nur 30 Tage Gefängnis!», rief Trump.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Eine der Ursachen für Suchtkrankheiten sind die sozialen Missstände in den USA. Diese zu beheben, würde den Drogenkonsum reduzieren. Aber das wollen die mächtigen Kreise nicht, denn das würde bedeuten, dass Arbeit und Renten besser bezahlt würden und dass jeder US- Bürger Zugang zu guter Ausbildung und zum Gesundheitssystem hätte - und das kostet etwas, ja, es könnte die Gewinne und die Abschöpfung in den obersten Etagen schmälern.
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  • Kommentar von Benjamin Thiel (BThiel)
    Unethische Pharmakonzerne geben mehr für Merketing als für Forschung aus, ich identifiziere dies als Wurzel des Problems nicht die kleinen Dealer, die sind nur eine Folge.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Es muss einiges gegen diese Opiatsucht unternommen werden. Ansetzen sollte/muss man allerdings bei den Ursachen und nicht Symptombekämpfung betreiben. Als Law & Order - Mensch bedient Trump natürlich viele seiner konservativen Wähler und diverse Interessengruppen. Gleichzeitig kann er von eigenen Delikten und Schwächen ablenken. Law & Order funktionierte bereits unter Reagan eher schlecht als Recht und verhalf den Grossen im Drogengeschäft inklusive Geheimdiensten zu immensem Profit.
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