Anwälte wollen «El Chapos» Auslieferung verhindern

In den USA laufen diverse Verfahren gegen den kürzlich gefassten mexikanischen Drogenboss. Doch seine Anwälte wollen verhindern, dass er dort vor Gericht gestellt wird.

Die Anwälte des mexikanischen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán Loera wollen eine Auslieferung ihres Mandanten in die USA verhindern. Am Montag stellten sie bei einem Gericht Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Überstellung von «El Chapo» ins Ausland, wie lokale Medien berichteten.

In den USA sind mehrere Verfahren gegen Guzmán hängig. Die Behörden bereiteten einen Auslieferungsantrag für den am Samstag gefassten Chef des Sinaloa-Kartells vor, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von New York.

Gefängnis nicht sicher?

Der mexikanische Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong erklärte, seine Regierung würde eine Auslieferung in Erwägung ziehen. Offenbar gibt es Befürchtungen, dass Guzmán aus einem mexikanischen Gefängnis fliehen oder seine Geschäfte aus der Haft weiter führen könnte. 2001 war «El Chapo» bereits einmal aus einer Haftanstalt in Mexiko entkommen. Derzeit befindet er sich im Hochsicherheitsgefängnis Altiplano im Bundesstaat México.