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International Anzahl der Amokläufe in den USA steigt

In den USA hat sich die Zahl der Amokläufe in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Zwischen 2007 und 2013 hat es im Schnitt 16,4 Situationen pro Jahr gegeben, in denen ein oder mehrere Täter in der Öffentlichkeit auf Menschen schossen, um sie zu töten.

Abgesperrtes Uni-Gebäude, Studenten.
Legende: Im Juni 2014 hat ein Amokläufer in Seattle an einer Universität einen Mann erschossen und drei Personen verletzt. Keystone

Zwischen 2007 und 2013 haben Amokläufer in den USA 16,4 Mal pro Jahr versucht, Menschen in der Öffentlichkeit zu töten. Dies teilte die Bundespolizei FBI in Washington mit. In den sieben Jahren davor seien es lediglich 6,4 derartige Vorfälle pro Jahr gewesen. Nicht beachtet wurden klassische Kriminalfälle wie Morde oder etwa Schiessereien unter Bandenmitgliedern.

Insgesamt dokumentiert das FBI in der umfassenden Studie 160 Fälle in den Jahren 2000 bis 2013. Dabei handelt es sich um Situationen, in denen die Polizei noch während des Vorfalls zum Tatort gerufen wurde und die Möglichkeit gehabt hätte, einen Amoklauf zu stoppen.

Kaum weibliche Täter

Dazu zählt zum Beispiel der Fall, als 2012 ein Mann in einem Kinosaal in Aurora (Colorado) um sich schoss, oder die Tötung zahlreicher Kinder in der Sandy Hook Grundschule in Newton (Massachusetts) im selben Jahr.

Der Untersuchung zufolge starben bei solchen Taten 486 Menschen. 557 wurden verletzt. Mit Abstand die meisten Amokläufe ereigneten sich an Arbeitsplätzen. Fast 40 Vorfälle wurden in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten gezählt.

Zudem ergab die Untersuchung, dass lediglich 6 der 160 Vorfälle auf weibliche Schützen zurückzuführen sind. Zu den Gründen, warum die Anzahl der Amokläufe in den vergangenen Jahren derartig angestiegen ist, machte das FBI keine Angaben.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Sehr bedenklich ist hier, dass gerade in Bildungseinrichtungen, Orte in denen Wissen und wie man Konflikte konstruktiv vermeiden könnte vermittelt wird, er zu relativ vielen Amokläufen kam. Was läuft da falsch im Vergleich zu früher?
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  • Kommentar von P. Müller, Uster
    Die meisten dieser Amokläufe werden durch Menschen begangen, die unter Psychopharmaka stehen. Leider wird dies aber fast nie berichtet. Das Problem sind nicht die Waffen, sondern diese unkontrollierbaren Medikamente.
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @Müller: selbst wenn es so wäre, dann bliebe immer noch die Frage, ob es wirklich die Medikamente sind, welche zu solchen Taten verleiten. Gesunde Menschen schlucken nämlich keine Psychopharmaka. Ursache könnte also genauso gut die Krankheit selbst sein. - Zu sagen, die Waffen seien nicht das Problem, erscheint mir jedenfalls sehr naiv.
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    2. Antwort von Hans Weiler, St. Gallen
      @Würz. Das heisst dann in der Umkehrlogik, dass zuerst die eindeutige Beweislage erbracht werden muss, ob ein Medikament schädlich ist. In einer aufgeklärten Gesellschaft müsste doch aber der Beweis für die Unschädlichkeit eines Produkts zuerst erbracht werden? Wie kann man sich freiwillig so gängeln lassen?
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