Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone sinkt erstmals seit 2011

Erstmals seit mehr als zweieinhalb Jahren ist die Arbeitslosigkeit in der EU wieder gesunken – wenn auch nur leicht. Für Jugendliche wird die Lage aber immer schlimmer.

Kleiner Hoffnungsschimmer auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist erstmals seit Februar 2011 wieder leicht gesunken. In den 17 Ländern mit der Euro-Währung waren im Oktober 12,1 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Job. Im Vormonat waren es noch 12,2 Prozent.

Frau steht vor Jobinseraten in einem Jobcenter in Dresden.

Bildlegende: Der Arbeitsmarkt im Euroraum hat im Oktober einen kleinen Lichtblick gezeigt. Keystone/symbolbild

Das gab die europäische Statistikbehörde Eurostat bekannt. Damit waren im Oktober in der Eurozone knapp 19,3 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. In der Europäischen Union insgesamt waren 26,65 Millionen Menschen arbeitslos. Das entspricht 10,9 Prozent.

Die Konjunktur im Währungsgebiet kämpft sich derzeit mühsam aus der Rezession heraus. Die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern war zwischen April und Juni erstmals nach eineinhalb Jahren wieder gewachsen, stagnierte aber im dritten Quartal fast.

Jugendarbeitslosigkeit schlimm

Der rückläufigen Quote im Euroraum zum Trotz bleibt die Jugendarbeitslosigkeit ein drängendes Problem in Europa: Die Zahl der arbeitslosen jungen Europäer nahm um 16'000 auf 3,58 Millionen zu, womit die Arbeitslosenquote von 24,3 Prozent auf 24,4 Prozent stieg.

Dramatisch ist die Lage in Griechenland, wo 58,0 Prozent der Jungen keine Stelle haben. Auch in Spanien (57,4 Prozent) und Kroatien (52,4 Prozent) haben mehr als die Hälfte der Jugendlichen keine Arbeit.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit gehört zu den grössten Sorgen der EU und war in den vergangenen Monaten Thema mehrerer Gipfeltreffen. Am besten ist die Lage in Deutschland, wo lediglich 7,8 Prozent der Jungen keinen Job haben.