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International Argentinien: Akten der früheren Militärjunta entdeckt

In Argentinien sind geheime Akten der Militärdiktatur gefunden worden, die von 1976 bis 1983 an der Macht war. Unter den entdeckten Dokumenten befinden sich unter anderen Regierungspläne bis zum Jahr 2000.

Jorge Rafael Videla, der ehemalige Anführer der Militärjunta in Argentinien.
Legende: Jorge Rafael Videla, der ehemalige Anführer der Militärjunta in Argentinien. Keystone

In einem Luftwaffen-Gebäude kamen brisante Dokumente von der argentinischen Militärjunta ans Tageslicht: Neben Regierungspläne bis zum Jahr 2000 entdeckte man auch mehrere «schwarze Listen» von Intellektuellen und Künstlern.

Die Personen auf den Listen sind nach vier verschiedenen Gefährlichkeit-Niveaus eingestuft. Aufgeführt sind etwa die Sängerin Mercedes Sosa, der Tango-Musiker Osvaldo Pugliese, die Schauspielerin Norma Aleandro, der Schriftsteller Julio Cortázar und die Kinderbuchautorin María Elena Walsh.

Die Dokumente beinhalten auch Anweisungen, wie internationale Beschwerden über die Verschleppung von Regimegegnern öffentlich widerlegt werden können.

In sechs Mappen wurden nach Angaben des Verteidigungsministers 280 Originalakten der Militärdiktatur vom Staatsstreich vom 24. März 1976 bis zur Amtsübernahme der demokratischen Regierung Raúl Alfonsíns am 10. Dezember 1983 gefunden. Die Dokumente sollen im Laufe der nächsten sechs Monate geordnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Legende: Video Nachrichten Ausland abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.11.2013.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch, 8004 Zürich
    Gut,dass man endlich mehr Dokumente gefunden hat. Hoffe, dass die Justiz weiterhin wie bis anhin die Täter vor Gericht zitieren. Es sind immer weniger die noch Leben. Auch die Grossmütter Aktivität, kann profitieren, um die 400 Enkel zu finden, deren Eltern umgebracht wurden.Es ist wichtig,dass man nicht die Geschichte vergisst. Leider wurde nach der Militärdikatatur wenig aufgearbeitet. Alfonsin hat damals versagt. Erst de Kirchner hat einige Schuldige hinter Rigel gebracht.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Fadri Pitsch: Die meisten Begandigungen wurden von Präs. Carlos Menem, einem Peronisten ausgesprochen. Alfonsin war dazu noch gar nicht in der Lage. Das Militär und Polizei hatten dazumal noch viel zu grossen Einfluss auf die Politik von Präs. Alfonsin.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    An SRF: Ich frage mich, was an diesen Papieren brisant sein soll. Das schwarze Listen bestanden wusste man. Das Programe und Ziele von der Militärjunta definiert und erarbeitet wurden war und ist ebenfalls bekannt. Das Wirtschaftsministerium unter Martinez de Hoz, war dabei schon damals recht mitteilsam. Also ich sehe nichts, was wenigstens mir und vielen anderen Personen, nicht schon längst bekannt war und ist.
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    1. Antwort von Fadri Pitsch, 8004 Zürich
      @H.Girschweiler WIL. Da liegen sie leider ganz falsch.Lange Zeit waren die Akten nicht auffindbar. Es sind viel zu wenige Taten aufgearbeitet und vor Gericht gekommen. Alfonsin hat sogar einige begnadigt, als das Militär wieder drohte und einen Putsch anzettelte.
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Fadri Pitsch: Leider liege ich nicht falsch. Ich war zu diesen Zeiten in Arg. u. habe es selbst miterlebt. Ich will nicht dramatisieren, aber durch gewisse Umstände wusste ich damals schon recht genau Bescheid u. zwar aus Kreisen die der Militärregierung sehr nahe standen, sowie von Bekannten mit Beziehungen zur SIDE.
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