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International Argentinien kämpft mit offenem Brief um Falkland-Inseln

Zu welchem Land die Falkland-Inseln gehören, ist seit Jahrzehnten Streitpunkt zwischen Grossbritannien und Argentinien. Jetzt startet die argentinische Präsidentin einen neuen Versuch, ihre Besitzansprüche geltend zu machen. Mit einer Anzeige in einer britischen Zeitung.

Dieses Jahr stimmen die Bewohner der Falkland-Inseln darüber ab, ob sie zu Argentinien oder zu Grossbritannien gehören möchten. Die Volkswahl aber machte Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner in einem offenen Brief an ihren britischen Amtskollegen David Cameron nicht zum Thema. Vielmehr verwies sie darauf, dass sich Grossbritannien im Streit um die Falkland-Inseln wie eine Kolonialmacht verhalte.

Ihr Brief, veröffentlicht in der britischen Zeitung «The Guardian» beginnt mit den Worten: «Am 3. Januar vor 180 Jahren, hat Grossbritannien in einem unverhohlenen Akt des Kolonialismus des 19. Jahrhunderts Argentinien  die Inseln gewaltsam entrissen, die 14'000 Kilometer von London entfernt sind.» Die «Kolonialmacht» Grossbritannien weigere sich bis heute, sie zurückzugeben und damit die «territoriale Vollständigkeit» Argentiniens zu garantieren.

Aus dem britischen Aussenministerium hiess es, die Bewohner der Falklandinseln hätten selber entschieden, dass sie zu Grossbritannien gehören wollten. Sie könnten selber ihre wirtschaftliche und politische Zukunft gestalten. «In dieser Debatte gibt es drei Parteien, nicht nur zwei, wie Argentinien es gerne darstellt.»

5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Auch dieser Kommentar von mir wurde gelöscht, weil ich die abgebildete "Dame" so bezeichnete wie es argentinische Quellen ebenfalls tun: Als gute Klientin verschiedener Schönheitskliniken lässt sie sich mit einer bestimmten Substanz zu behandeln. und findet nicht einmal den Mut das offizielle Gehalt, welches in den letzten paar Monaten um über 45% angehoben wurde dem Volk mitzuteilen. (Sie weiss es trotzdem, da die Zahlen von den Zeitungen Clarin und La Nacion publiziert wurden)
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  • Kommentar von Hans Knecht, Kontinentaleuropa
    Die Mehrheit der Bevölkerung stammt angeblich von den britischen Inseln ab und wird daher kaum einem Wechsel zu Argentinien zustimmen. Das sprich für Grossbritannien. Nur, Argentinien könnte durch das Entsenden von 4000 Arbeitslosen zu den Inseln die demokratische Mehrheit derZivilbevölkerung stellen und so eine friedlich rechtlich legitime "Übername" vollziehen. Das selbe Spiel könnte auch China mit 1 Million machen. Man sieht hier auf bedenklicher Weise wie inkompetent die UNO ist.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Glauben Sie wirklich, die Falkland-Bewohner, von denen tatsächlich fast alle von GB abstammen, würden es zulassen, dass ihre Inseln plötzlich von Tausenden von Argentiniern bevölkert werden? So dumm sind sie nicht. Und noch etwas, von dem im Zusammenhang mit diesem Falkland-Theater bisher noch nie die Rede war: Da der östlichste Punkt von Chile - dort, wo die Magellan-Strasse beginnt - von diesen Inseln genau gleich nah liegt wie Argentinien, könnte auch Chile sie "zurückfordern."
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      Die Bevölkerung stammt nicht angeblich sondern tatsächlich von Schotten / Engländern ab. Die ersten brit. Siedler waren meist Walfänger und Schafszüchter u. waren schon dort, als Argentinien als Republik noch nicht existierte. Patagonien wurde erst gegen Ende des 19. Jahrh. v.Gral. Roca in der Campana de desierto den Matuches ( Indigenas) geraubt u. die Bewohner niedergemacht. Somit steht das Recht Argent. auf tönernen Füssen. Die Präs. hat intern. Probleme u. treibt Populismus, einmal...
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Klartext: Diese Inseln haben NIE zu Argentinien gehört, auch nicht nach der Loslösung von Spanien. Faktisch gehörten sie nach der Unabhängigkeit immer noch zu Spanien, aber die "Befreier" versäumten es, mit Madrid einen Abtretungsvertrag auszuhandeln. Seither wurde von dort aus EINE müde Protestnote nach London geschickt, aber dann nie mehr. Erst wenn die Falkland-Bewohner sich für Argentinien entscheiden, werden sie zu diesem Land gehören, aber das ist unwahrscheinlich. Long live GB!!
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