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International Armee vertreibt pro-russische Milizen aus Slawjansk

Die pro-russischen Separatisten haben sich aus ihrer Hochburg Slawjansk im Osten des Landes zurückgezogen – unter dem militärischen Druck der ukrainischen Streitkräfte. Die Regierungstruppen haben die Stadt zurückerobert.

Bewaffnete besteigen Bus.
Legende: Bewaffnete pro-russische Separatisten verlassen die Stadt Kramatorsk. Reuters

Nach wochenlangen verlustreichen Gefechten haben sich die pro-russischen Kräfte aus der Separatisten-Hochburg Slawjansk zurückgezogen. Rebellen-Kommandant Igor Strelkow und ein «Grossteil» der aufständischen Kämpfer seien aus der Stadt im Osten des Landes geflohen, erklärte Innenminister Arsen Awakow auf Facebook.

Zivilisten hätten die verwaisten Kontrollpunkte übernommen und die von den Separatisten zurückgelassenen Waffen und schusssicheren Westen zusammengetragen, erklärte Awakow.

Strelkow hatte sich am Freitag an die Regierung in Moskau gewandt und gewarnt, seine Milizen könnten die Anfang April eroberte Stadt ohne russische Hilfe nicht mehr lange halten. Die Regierungstruppen hatten ihre Offensive in der Ostukraine nach dem Ablauf einer einseitigen Waffenruhe am Dienstag wieder aufgenommen.

Offenbar verliessen bewaffnete Separatisten auch die 15 Kilometer entfernte Stadt Kramatorsk. In mehreren Bussen fuhren die Männer weiter nach Donezk.

Verhandlungen ungewiss

Legende: Video Einschätzung von SRF-Korrespondent Christof Franzen abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.07.2014.

Über ein ursprünglich für diesen Samstag angedachtes Krisentreffen unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) herrscht Unklarheit. Sowohl die Führung in Kiew als auch Vertreter der Separatisten bekräftigten erneut ihre Bereitschaft.

Separatistenführer Andrej Purgin brachte als Ort erneut die weissrussische Hauptstadt Minsk ins Spiel. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte sich bereits zuvor zu Gesprächen bereiterklärt. Eine erneute einseitige Waffenruhe schloss er aber aus. Bis zum Nachmittag gab es keinen Hinweis auf mögliche Verhandlungen.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Erinnert mich an den ersten Weltkrieg. Da wurde auch in den deutschen Zeitungen gemeldet, ein Fort sei erfolgreich erobert worden. Aber das stimmte gar nicht. Und am nächsten Tag versuchte man, das Fort tatsächlich zu erobern. Mit sehr grossen menschlichen Ressourcen wurde es schliesslich erzwungen. Später im Krieg kamen die Franzosen zurück und das Fort war verlassen und leer.
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  • Kommentar von M.Krebser, Thun
    Es ist bequemer die Leute die die USA Aussenpolitik kritisieren als Kreml Trolls abzustempeln, als die Wahrheit zu akzeptieren. Es wäre besser eigene Beweise zu erbringen. Sehr empfehlenswert ist KenFM im Gespräch mit: Willy Wimmer (CDU) Juni 2014 und Dr. Daniele Ganser (Teil 1: Ressourcenkriege, Peak-Oil, Imperium USA) zuzuhören.
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    1. Antwort von F. Georgi, Küsnach
      Ich glaube sie verstehen den Begriff "Beweis" nicht so ganz. Sie zitieren irgendwelche Diskussionen und Bücher in denen voreingenommene Personen ihre Meinung abgeben. Das hat nichts mit Beweisen zu tun. Weder sie noch ich haben irgendwelche Beweise. Wir diskutieren hier nur wie wir die Geschehnisse interpretieren und das tun wir eben mit unterschiedlichen Vorstellungen über das richtige System: sie ein Anhänger des russischen Imperialismus, ich ein Anhänger der pragmatischen Demokratie.
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    2. Antwort von c.jaschko, Bern
      Amerika ist das einzigste Imperium :-) Von Demos Cratos is da gar nichts zu sehen :-) Es wird gemacht was der Imperator sagt. Die Polizei dort kann dich jeden Tag und jede Sekunde umbringen selbs wenn du gebunden auf dem Bauch liegst ohne das irgend einer mit irgend einer Konsekvence rechnen muss :-) So weit daneben ist der Begrief Demos Cratos in dem Imperium da gegessen wird nur GMO so das die Pharma genug Heilmittel verkaufen kann die wirkungslos sind da ein geheilter kein Geld macht :-)
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  • Kommentar von F.Georgi, Küsnacht
    M. Krebser, wenn Sie so ein Fan vom russischen System sind warum wandern Sie dann nicht dorthin aus oder nach Weissrussland anstatt auch andere Länder in den gleichen Sumpf verwandeln zu wollen? Oder vielleicht leben sie ja auch in Russland und kommentieren hier nur aus anderen Gründen.....
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    1. Antwort von N.Belg, Luzern
      Das ist völlig falsch "Fan", die Kommentatoren, die das Geschehen richtig verstehen, sie sind sehr intelligent.
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