Assad siegt wie erwartet bei Präsidentenwahl in Syrien

Syriens Machthaber Baschar al-Assad, der seit 2000 regiert, hat sich eine dritte Amtszeit gesichert. Bei den international stark kritisierten Präsidentenwahlen in dem Bürgerkriegsland erhielt er laut Angaben des Regimes 88,7 Prozent der Stimmen.

Ein Autokorso von Anhängern Assads. Soldaten schwenken syrische Fahnen.

Bildlegende: Soldaten feiern in Damaskus den Wahlsieg Assads. Keystone

Der Wahlsieg des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist offiziell. Er hat die Wiederwahl mit 88,7 Prozent der Stimmen geschafft, wie Parlamentspräsident Mohammed al-Laham in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede erklärte.

Die beiden anderen Kandidaten, Hassan al-Nuri und Maher al-Hadschar, erhielten den Angaben zufolge 4,3 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent der Stimmen. Die beiden Politiker gelten als Regime-treu. Chancen waren ihnen von Beobachtern von vornherein keine eingeräumt worden.

Die Wahl wurde nur in den Regionen des Landes abgehalten, welche von den Regierungstruppen kontrolliert werden. Die syrische Opposition, die EU und die USA hatten die Präsidentenwahl als Farce bezeichnet.

Viele Wahlberechtigte konnten ihre Stimme nicht abgeben. Nach UNO-Angaben sind wegen des Bürgerkriegs in Syrien mehr als 40 Prozent der gut 22 Millionen Syrer im In- und Ausland auf der Flucht.