Assad: «Verhandeln mit den Militanten? Nein.»

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Einsatz chemischer Waffen erneut bestritten. Verhandlungen mit den Aufständischen schloss er aus. Zu den Wahlen 2014 könne er aber nochmals antreten.

Assad.

Bildlegende: Wenn das Volk es wolle, werde er nochmals bei Wahlen antreten. Keystone

«Wir haben keine Chemiewaffen eingesetzt. Das ist falsch», sagte Assad in einem
«Spiegel»-Interview. Er bringe sein eigenes Volk nicht um.

100'000 Tote

Zweifel äusserte der Staatschef an einem UNO-Bericht über die Giftgasangriffe vom 21. August, bei denen über 1000 Menschen starben. Niemand könne mit Bestimmtheit sagen, dass Raketen eingesetzt worden seien. Assad warf seinen Gegnern vor, selbst das Nervengas Sarin verwendet zu haben. Den Experten, die nun mit der Inspektion der Chemiewaffen beginnen, sagte Assad volle Zusammenarbeit zu.

Auf die Frage nach Verhandlungen erwiderte Assad: «Mit den Militanten? Nein.» Er meint damit seine bewaffneten Gegner. Nach seiner Definition ist die politische Opposition unbewaffnet. Er habe keine andere Option, «als unsere Heimat zu verteidigen».


Inspektoren prüfen Syriens Chemiewaffen

4:11 min, aus SRF 4 News aktuell vom 02.10.2013

Assad bot Neuwahlen noch vor Ende seiner Amtszeit im August 2014 an. Er trete nochmals an, wenn das Volk es wünsche. Bei den Kämpfen sind seit 2011 nach UNO-Angaben 100'000 Menschen getötet worden.