Assad warnt Europa vor Waffenlieferungen

In einem Interview mit einer deutschen Zeitung rät der syrische Machthaber Europa davon ab, den Rebellen Waffen zu liefern. Im ihm vorgeworfenen Giftgaseinsatz sieht er nur einen Vorwand, um militärisch einzugreifen.

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Obama und Putin uneins in Syrienfrage

4:20 min, aus 10vor10 vom 17.6.2013

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat Europa vor Waffenlieferungen an die Aufständischen in seinem Land gewarnt. «Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür bezahlen», sagte Assad in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Assad mit einem Redaktoren der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung»

Bildlegende: Baschar al Assad im Gespräch mit dem Redakor der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» in Damaskus. Reuters

Assad dementiert Giftgas-Einsatz

Terrorismus bedeute Chaos; Chaos führe zu Armut; und Armut bedeute, dass Europa einen wichtigen Markt verliere. «Die zweite Folge wäre der direkte Export des Terrorismus nach Europa.»

Assad wies die Vorwürfe eines Giftgaseinsatzes zurück. Hätten Paris, London und Washington nur ein einziges Beweismittel für ihre Behauptungen, hätten sie dieses der Weltöffentlichkeit vorgelegt, so Assad. «Es ist der Versuch, mehr militärische Einmischung zu rechtfertigen.»

Einen Rücktritt lehnte Assad ab. Seine Amtszeit ende 2014.