Assad will Aufstand mit «eiserner Faust» niederschlagen

Syriens Präsident Baschar al-Assad setzt im Bürgerkrieg auf Härte: Angesichts einer Reihe militärischer Erfolge zeigt er sich entschlossener denn je, den Aufstand im Land mit Gewalt zu beenden. «Die Krise lässt sich nur auf dem Schlachtfeld lösen», sagte Assad in einer Fernsehansprache.

Waffenfabrik im Hinterhof

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat in einer Rede bekräftigt, mit dem «Terror» lasse sich keine Lösung finden, er lasse sich nur mit «eiserner Faust» zerschlagen.

Assad mit Soldaten.

Bildlegende: Assad setzt weiter auf die Armee und auf ein gewaltsames Ende des Konflikts. Reuters

In dem seltenen Fernsehauftritt gab sich Assad auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Proteste unbeugsam. Verhandlungen mit dem grössten Oppositionsbündnis über eine politische Lösung des Bürgerkriegs schloss er aus.

Die Nationale Koalition sei «wenig verlässlich», sie werde zudem von «mehr als einem der Golfstaaten» bezahlt, sagte der syrische Machthaber. «Sie spielt bei der Lösung der Krise keine Rolle».

Bisher 100'000 Tote

Am Sonntag wurden erneut mindestens 30 Menschen Opfer der Gewalt, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Bei den Gefechten in einem Gebirge im Nordwesten des Landes kamen demnach 12 Rebellen und 19 Pro-Assad-Kämpfer ums Leben. Kreisen vor Ort zufolge griffen Rebellen zehn Dörfer von Alawiten – der Religionsgruppe von Assad – an.

Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt inzwischen mehr als 100'000 Menschen bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen getötet. Millionen weitere wurden aus ihrer Heimat vertrieben.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Assad gibt sich nachdenklich

    Aus Tagesschau vom 5.8.2013

    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat in einem seiner Präsidenten-Paläste eine Rede vor ausgewähltem Publikum gehalten und sich dabei sehr nachdenklich gezeigt. Er bedauere, dass seine Armee gegen Teile der eigenen Bevölkerung kämpfen müsse. Er ist aber auch der Überzeugung, dass dieser Konflikt nur auf dem Schlachtfeld entschieden werde könne.