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International Assad will Aufstand mit «eiserner Faust» niederschlagen

Syriens Präsident Baschar al-Assad setzt im Bürgerkrieg auf Härte: Angesichts einer Reihe militärischer Erfolge zeigt er sich entschlossener denn je, den Aufstand im Land mit Gewalt zu beenden. «Die Krise lässt sich nur auf dem Schlachtfeld lösen», sagte Assad in einer Fernsehansprache.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat in einer Rede bekräftigt, mit dem «Terror» lasse sich keine Lösung finden, er lasse sich nur mit «eiserner Faust» zerschlagen.

Assad mit Soldaten.
Legende: Assad setzt weiter auf die Armee und auf ein gewaltsames Ende des Konflikts. Reuters

In dem seltenen Fernsehauftritt gab sich Assad auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Proteste unbeugsam. Verhandlungen mit dem grössten Oppositionsbündnis über eine politische Lösung des Bürgerkriegs schloss er aus.

Die Nationale Koalition sei «wenig verlässlich», sie werde zudem von «mehr als einem der Golfstaaten» bezahlt, sagte der syrische Machthaber. «Sie spielt bei der Lösung der Krise keine Rolle».

Bisher 100'000 Tote

Am Sonntag wurden erneut mindestens 30 Menschen Opfer der Gewalt, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Bei den Gefechten in einem Gebirge im Nordwesten des Landes kamen demnach 12 Rebellen und 19 Pro-Assad-Kämpfer ums Leben. Kreisen vor Ort zufolge griffen Rebellen zehn Dörfer von Alawiten – der Religionsgruppe von Assad – an.

Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt inzwischen mehr als 100'000 Menschen bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen getötet. Millionen weitere wurden aus ihrer Heimat vertrieben.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Scheib, Buchs
    Die Grenzen des 'Landes Israel', die rabbinische Autoritäten als idealerweise zum 'jüdischen Staat' gehörig interpretieren, schliessen die folgenden Gebiete ein: den gesamten Sinai und einen Teil des nördlichen Ägyptens bis zur Umgebung von Kairo; ganz Jordanien und ein großes Stück von Saudi- Arabien, ganz Kuwait und einen Teil von Irak südlich des Euphrat; den gesamten Libanon und ganz Syrien zusammen mit einem sehr großen Teil der Türkei (bis zum Van-See); Zypern. Siehe z.B. Naftali Bennet.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Der Staat Israel ist eine Spätfolge der Nazi-Politik. Ich würde diesen Staat trotz aller Probleme nicht als Negativ bewerten. Es muss noch der Schlüssel zum Frieden mit den Araber gefunden werden, was wiederum voraussetzt, das Diktatoren wie Baschar al-Assad von der Bildfläche verschwinden.
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    2. Antwort von Werner Wyssmann, Derendingen
      @Herr Planta: Der erste Promotor für die Gründung eines Staates Israel war übrigens Josip Stalin, kurz darauf später kamen die Franzosen hinzu, die USA jedoch viel später, die Briten waren dagegen. Der geneigte Leser möge die eigene Phantasie walten lassen, warum das so war.
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