Assads Truppen drängen Rebellen in Aleppo zurück

Seit Monaten bekämpfen sich in der Millionenstadt Aleppo im Norden Syriens Regierungstruppen und Rebellen. Die Stadt ist zweigeteilt. Derzeit ist die Armee auf dem Vormarsch. Die Lage in Aleppo dürfte auch Thema eines Treffens der Aussenminister der USA und Russlands am Freitag in Genf sein.

Kämpfer der syrischen Regierungstruppen in Aleppo. Sie drängten die Rebellen in der Stadt zurück.

Bildlegende: Kämpfer der syrischen Regierungstruppen in Aleppo. Sie drängten die Rebellen in der Stadt zurück. Reuters

Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sind in der seit Monaten nordsyrischen Stadt Aleppo auf dem Vormarsch. Ihnen gelang es, den strategisch wichtigen Stadtteil Ramusazu erobern. Damit seien fast alle Gebietsgewinne der Aufständischen des vergangenen Monats rückgängig gemacht worden. Dies berichteten übereinstimmend die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und staatliche Medien.

Aleppo ist der Brennpunkt in dem vor fünf Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg. Seit Wochen verhandeln die USA mit Russland über eine Feuerpause, damit die Zivilbevölkerung mit Hilfsgütern versorgt werden kann. Doch auch ein Telefonat zwischen den Aussenministern Sergej Lawrow und John Kerry brachte am Donnerstag keinen Durchbruch.

Kerry und Lawrow verhandeln am Freitag in Genf

John Kerry (links) und Sergej Lawrow bei einem Treffen Ende August in Genf.

Bildlegende: John Kerry (links) und Sergej Lawrow bei einem Treffen Ende August in Genf. Reuters

Die beiden Chefdiplomaten werden aber am Freitag zu einem weiteren Gespräch in Genf erwartet. Das Treffen wurde inzwischen sowohl von russischer als auch von amerikanischer Seite bestätigt.

Russland steht in dem Konflikt hinter Assad, die USA unterstützen gemässigte Rebellengruppen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Offenbar Chlorgas-Angriff in Aleppo

    Aus Tagesschau vom 7.9.2016

    Im Süden von Aleppo soll das Regime Fassbomben mit Chlorgas abgeworfen haben – dies haben Menschenrechts-Aktivisten und Ärzte aus dem Kriegsgebiet berichtet. Rund 80 Personen mussten demnach wegen Atemnot ins Spital gebracht werden.