Athen verprellt internationale Geldgeber

Griechenlands Reformen des Finanzbereichs kommen nicht ausreichend voran. Vor allem im öffentlichen Sektor verfehlt Athen die versprochenen Ziele. Ob sich das auf die Auszahlung der nächsten Hilfs-Tranche auswirkt, wird demnächst verhandelt.

Griechenland hat nach Einschätzung seiner internationalen Geldgeber vereinbarte Spar- und Reformvorgaben nicht vollständig erfüllt.

Die griechischen Behörden hätten bei der Troika-Überprüfung zugesagt, neue Massnahmen zu ergreifen, um Sparziele für das laufende und kommende Jahr einzuhalten, teilten EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Vor allem auch die Reform des öffentlichen Sektors solle zurück auf die Spur kommen. Die Euro-Finanzminister werden am Nachmittag über den Bericht der Geldgeber-Troika debattieren.

Es geht um die Auszahlung von weiteren Kredithilfen von insgesamt 8,1 Milliarden Euro und mögliche Bedingungen, die Athen dafür erfüllen muss. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Betrag in mehreren Raten ausgezahlt wird.


Schuldenkrise: Spart Griechenland genügend?

3:19 min, aus SRF 4 News aktuell vom 03.07.2013

Angriff auf Politiker

Portrait von Athens Bürgermeister Giorgos Kaminis.

reuters

Aus Protest gegen Massenentlassungen im Kommunalbereich haben Unbekannte den Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Athen, Giorgos Kaminis, zunächst verbal und danach auch mit Faustschlägen attackiert. Der Zwischenfall ereignete sich am späten Sonntagabend. Kaminis machte im Fernsehen die Gewerkschaft der Kommunen für die Attacke verantwortlich.