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International Attentat in Jüdischem Museum fordert drei Tote

Drei Menschen sind bei einer Schiesserei im Jüdischen Museum in Brüssel ums Leben gekommen. Die Hintergründe des Überfalls sind unklar, ein antisemitisches Motiv wird aber vermutet. Eine Person wird als Zeuge festgehalten und verhört.

Legende: Video Blutiger Anschlag in Belgien abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.05.2014.

Ein Mann hat im Jüdischen Museum in der Innenstadt von Brüssel drei Menschen – zwei Frauen und einen Mann – erschossen. Eine vierte Person wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur hat Medieninformationen zurückgewiesen, wonach das vierte Opfer des Anschlags im Jüdischen Museum an seinen Verletzungen starb. Die Person sei aber in einem «extrem kritischen Zustand», sagte Mayeur. Zuvor hatte die Tageszeitung «Le Soir» berichtet, der schwer verletzte Mann sei gestorben.

Nach Angaben des israelischen Aussenministeriums befanden sich unter den Toten zwei israelische Touristen. Zur Identität der Toten äusserte sich der Sprecher des Ministeriums nicht. Israelischen Medien zufolge soll es sich um einen Mann und eine Frau aus Tel Aviv gehandelt haben.

Zeuge festgenommen

Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Samstagabend die Festnahme eines Verdächtigen, der den Tatort mit einem Auto verliess. Die Person werde aber nicht als Täter, sondern als Zeuge betrachtet. Die Ermittler fahndeten nach einem weiteren Mann, der zu Fuss flüchtete. Augenzeugen hatten von einer Person berichtet, die mit einem Rucksack in das Museum kam, um sich schoss und dann die Flucht ergriff.

Über den Täter und die Hintergründe gibt es der Brüsseler Staatsanwaltschaft zufolge wenig Informationen. Belgiens Innenministerin Joelle Milquet schloss antisemitische Motive nicht aus. Aber es sei Sache der Ermittler, dies festzustellen.

Minister in Tatortnähe

Belgiens Aussenminister Didier Reynders hielt sich zum Zeitpunkt nach eigenen Angaben etwa 100 Meter entfernt in einem Lokal auf und begab sich zum Museum, nachdem er Schüsse gehört habe, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Die vom sozialistischen Premier Elio Di Rupo geführte Regierung stellte sich in einer Erklärung hinter die jüdische Gemeinschaft. «Unser Land und alle Belgier, welche Sprache, welchen Ursprung und welchen Glauben sie haben mögen, sind vereint und solidarisch gegenüber einem Angriff in einer jüdischen Kultureinrichtung», schrieb die Regierung.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    @Duran: Sie schreiben Unsinn. Das NT wurde nicht von Päpsten usw geschrieben. Das letzte der 4 Evangelien (Joh) zB war im Jahr 90 nChr schon fertig geschrieben. Damals gab es noch keine Päpste. Und die Auferstehung wurde auch nicht später erfunden, sondern war der Haupgrund, dass das Christentum nicht sofort nach der Kreuzigung Jesu von der Bildfläche verschwand.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Es leuchtet mir einfach nicht ein, warum man etwas gegen Juden haben kann. Schliesslich sind wir Christen alles Juden. Mit dem Unterschied, dass wir ein neues Testament basierend auf Märchen und falschen Ergänzungen haben. So gesehen ist unser "Glaube" ein Irrglaube, gesteuert von den damaligen Päpsten und Kaisern. Jeder hat das NT wie es ihm passte ergänzt. Aus junge Frau wurde Jungfrau. Und weil man nicht mehr wusste warum das Grab leer war, erfand man kurzerhand die Auferstehung! Etc...
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  • Kommentar von rolf wittwer, Küsnacht
    Die weltweit dramatisch zunehmende Anzahl tödlicher Attentate - verübt durch Angehörige der "Religion des Friedens" - müsste nun endlich die Medien von ihrer extrem soignierten "politischen Korrektheit" befreien. Der grösste Teil der reifen Bürger hält es für angebracht, kommende Entwicklungen auch in Europa mit berechtigter Skepsis zu begegnen. Brüssel allein hat schon 1/3 Moslems - "Mohamed" ist der Spitzenreitername Neugeborener usw. usf. Muss diese Entwicklung passiv akzeptiert werden?
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Sie sind mit ihrem Gedankengut Vordenker für solche Leute, die tatkräftig ihre "Überzeugungen" auch umsetzen: Dank aufgebauter Feindbilder hat das Hirn dann zu funktionieren aufgehört. Sie wissen nicht, wer die Tat in Belgien verübt hat - bisher waren's in Europa meistens Faschisten und Nazis, also jene Gruppierungen, getarnt unter neuem Namen "Neue Rechte", deren Tätigkeiten von unseren rechtsorientierten Forenschreibern wohlwollend goutiert werden.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Wittwer - dass die "Religion des Friedens" von den Medien endlich ohne den Schutz der "politischen Korrektheit" thematisiert wird, darauf können Sie noch lange warten. Die Berichterstattung läuft seit Jahren bewusst unter dem Motto "was nicht sein kann, darf nicht sein" ab und auch in den Online-Foren wird extrem zensiert. Die Islam-Gräuel in der Welt, die ich seit Jahren via alternative Medien verfolge, sind derart massiv, dass man die ganzen Nachrichten tagtäglich nur damit füllen könnte.
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