Attentat in Tunis: Europas Staatschefs reagieren bestürzt

Bei dem Anschlag im tunesischen Nationalmuseum kamen nach Angaben der tunesischen Regierung Touristen aus verschiedenen europäischen Ländern ums Leben. Politiker zeigen sich erschüttert und drücken den Angehörigen ihr Beileid aus.

Der Anschlag in Tunesien, bei dem 21 Menschen getötet wurden, hat bei den europäischen Politikern grosse Bestürzung ausgerufen.

Der französische Premierminister Manuel Valls verurteilt den Anschlag «mit grösster Entschiedenheit». Das Gewaltverbrechen, so Valls, «zeige die Bedrohungen, unter welchen Europa, der Mittelmeerraum und die Welt leide.» Tunesien zählte bis 1956 zum französischen Protektoriat. Der französische Präsident François Hollande kontaktierte seinen tunesischen Amtskollegen Beji Caid Essebsi und drückte ihm sein Beileid aus.

Der Sprecher des polnischen Aussenministeriums, Marcin Wojciechowski, zeigte sich erschüttert über das Attentat. Bei dem Anschlag sollen nach inoffiziellen Angaben drei polnische Staatsbürger getötet worden sein. Sie befanden sich in einer grösseren polnischen Reisegruppe, die aus 36 Teilnehmer bestand.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini machte «Terrororganisationen» für die Tat verantwortlich. Das Eidgenössische Aussendepartement hatte bereits vor dem jüngsten Anschlag vor möglichen Attentaten in Tunesien gewarnt.