Attentat von Burgas: Es war ein Libanese

Vor zwei Jahren starben bei einem Anschlag in Bulgarien fünf israelische Touristen. Jetzt hat die Staatsanwaltshaft die Identität des Attentäters bekannt gegeben.

Im bulgarischen Burgas, am 18. Juli 2012. Eine Gruppe von rund 150 Israelis steigt auf dem Parkplatz des Flughafens in Busse ein, welche sie weitertransportieren sollen.

Ein Mann mit einem Rucksack steigt in einen der Busse. Kurz darauf gibt es eine gewaltige Explosion. 7 Menschen sterben, unter ihnen der Attentäter. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann einen Sprengsatz zündete, den er in seinem Rucksack versteckte.

Komplizen vor Gericht

Heute hat die bulgarische Staatsanwaltschaft die Identität des mutmasslichen Attentäters bekannt gegeben. Es handelt sich demnach um den libanesisch-französischen Doppelbürger Mohamad Hassan El Huseini.

Der 25 Jahre alte Selbstmordattentäter soll zum Zeitpunkt des Anschlags einen gefälschten Fahrausweis auf dem Namen Jacque Martin Felipe bei sich gehabt haben.

Seine beiden mutmasslichen Komplizen sollen in Bulgarien vor Gericht gestellt werden. Die Ermittlungen dauern noch an. Das EU-Land Bulgarien hatte ursprünglich angenommen, dass hinter dem Anschlag die libanesische Schiitenorganisation Hisbollah stehe.