Zum Inhalt springen
Inhalt

Erdbebenserie in Mittelitalien «Auch hier in Rom wackelten die Häuser»

Legende: Video Neue Not in Italiens Erdbebengebiet abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.01.2017.
  • Mittelitalien ist erneut von einer Erdbeben-Serie erschüttert worden. Die drei Erdstösse am Mittwochvormittag erreichten Stärken zwischen 5,3 und 5,7.
  • Laut ersten Angaben seitens der italienischen Regierung sind keine Todesopfer zu beklagen.
  • Die Epizentren lagen in der Region von Amatrice, das im August von einem schweren Beben stark beschädigt worden war.
  • Die Beben waren auch in Rom zu spüren, wo U-Bahn-Stationen, Schulen und Bürogebäude evakuiert worden sind.
Karte von Italien
Legende: Das Epizentrum der Beben liegt im Gebiet um Amatrice. SRF

Nach der Erdbebenserie haben mehrere Bürgermeister betroffener Orte Hilferufe abgesetzt. Allerdings nicht wegen der Beben direkt: «Der Notfall ist nicht das Erdbeben (...), sondern der Schnee», erklärte Sergio Pirozzi, Bürgermeister von Amatrice. «Wir haben Ortsteile, die durch zwei Meter hohen Schnee isoliert sind.» Deshalb seien mehr Räumfahrzeuge und Schneefräsen notwendig.

Hier sind Hunderte Menschen isoliert und ohne Strom.
Autor: Guido CastelliBürgermeister von Ascoli Piceno

Auch aus Ascoli Piceno in den Marken kam ein Notruf von Bürgermeister Guido Castelli: «Hier sind Hunderte Menschen isoliert und ohne Strom.» Er verlangte Hilfe des Militärs. In ganz Mittelitalien schneit es seit Tagen. Schon vor den drei Erdbeben vom Mittwoch war die Lage dort deshalb extrem schwierig.

Ministerpräsident Paolo Gentiloni versprach am Rande eines Besuchs in Berlin Hilfe für die betroffene Region: «Wir versuchen, die Situation so gut wie möglich unter Kontrolle zu halten.» Er habe sich dazu mit dem Zivilschutz und dem Verteidigungsministerium abgestimmt.

Korrespondent Franco Battel zur Lage vor Ort

Es gibt noch keine Übersicht über Verletzte. Sicher ist aber, dass in den Erdbeben-Gebieten vom letzten Sommer weitere Gebäude eingestürzt sind. Dort harren aber nur noch wenige Leute aus, weil viele Häuser zerstört und die Arbeitsplätze weg sind.
Mehrere Bürgermeister der von den aktuellen Beben betroffenen Gemeinden sagten am Fernsehen, die Lage sei wegen der neuen Beben, aber auch wegen der Kälte äusserst schwierig. In Mittelitalien schneit es seit drei Tagen. Es liegt so viel Schnee wie seit 50 Jahren nicht mehr. An vielen Orten ist auch der Strom ausgefallen – zehntausende Menschen sind davon betroffen.
 Auch in Rom wackelten die Häuser. Deshalb wurden die U-Bahn-Stationen vorsorglich geschlossen.
Legende: Video Archiv: Die Ruinen von Amatrice abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.10.2016.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von rené studer (rené studer)
    n8waechter 4.1. -supervulkan mitten in europa erreicht kritischen zustand-SUPERVULKANE können über 1000 kubik km masse in die atmosphäre schleudern. vor weihnachten wurde mit klaren bezug, ein forschungsber. im wissensch.magazin NATURE COMMUNICATIONS, veröf. vulkan bei neapel hat 24 krater und grosse teile sind im mittelmeer. es bestehe die möglichkeit, dass CAMPI FLEGREI vor dem ausbruch stehe! ein ausbruch wäre weit über die region spürbar, vergleichbar mit nuklearen winter steht geschrieben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von marco Schäfer (open YOUR eyes)
      Nachdem Ausbruch kommt eine kleine Eiszeit und der Kreislauf des abtauens und der nächsten kälteperiode schliesst sich....alles ganz normal....vielleicht gibts dazu noch einen magnetischen polwechsel nachdem unser Erdmagnetfeld immer schwächer wird...das ist alles der ganz normale Ablauf...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Mamma mia, die Erdbebenserie in italiane scheint nicht aufzuhören. Und dazu herrscht noch eine ungewohnte Kälte, welche die Situation für die betroffenen Bewohner/nnen noch schlimmer macht. Hoffentlich sind dieses Mal tatsächlich keine Opfer zu beklagen. Ich wünsche dem Land und den betroffenen Menschen viel Kraft und dass Italiens Erde bald zur Ruhe kommt. Sono con voi!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen