Auch Microsoft ermöglicht Link-Löschung

Privatpersonen können bei der Suchmaschine «Bing» die Löschung von unliebsamen Suchergebnissen beantragen. Microsofts grösster Konkurrent Google hat die gleichen Schritte schon vorher eingeleitet und bereits 267'000 Links gelöscht.

Laptop mit Bing-Logo. Person mit Brille schaut in den Bildschirm

Bildlegende: Bald können unliebsame Suchtreffer zur eigenen Person bei «Bing» nicht mehr gefunden werden. Keystone

Nicht nur Google, sondern neu auch Microsoft lässt aus seiner Suchmaschine «Bing» Links aus Suchergebnissen löschen. Zu diesem Schritt ist der Konzern verpflichtet, nachdem der Europäische Gerichtshof das «Recht auf Vergessenwerden» im Internet verabschiedet hat. Es verpflichtet Suchmaschinenbetreiber dazu in bestimmten Fällen nicht alle Treffer anzeigen zu dürfen.

Löschen per Online-Formular

Microsoft hat ein Formular online gestellt, mit dem EU-Bürger und auch Schweizer die Sperrung von unerwünschten Suchergebnissen zum eigenen Namen erbitten können.

Antragsteller müssen einen Nachweis der Identität und des Wohnsitzes erbringen und beantworten, ob sie eine Person des öffentlichen Lebens sind. Im Formular heisst es: «Ein Antrag ist keine Garantie dafür, dass ein bestimmtes Suchergebnis gesperrt wird.»

Seit der Einführung des Gesetzes Mitte Mai hat Google bereits 267'000 Links von Privatpersonen gelöscht.