Auf den Pferde- folgt der Schaffleisch-Skandal

Vom Eklat um das Pferdefleisch rutscht der Hersteller Spanghero direkt in einen Schaffleisch-Skandal. Bei dem französischen Fleischverarbeiter ist tonnenweise illegal importiertes Schaffleisch entdeckt und beschlagnahmt worden.

Logo von Spanghero, dahinter das Firmengelände.

Bildlegende: Die französische Firma Spanghero war schon im Zuge des Pferdefleisch-Skandals in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Keystone

Die insgesamt 57 Tonnen Schaffleisch stammten aus Grossbritannien und waren für die Verarbeitung vorgesehen, wie eine Sprecherin der Firma bestätigte. Die Firma prüfe derzeit, ob Teile des Fleisches schon in den Handel gekommen seien.

Der Import des Schaffleischs war illegal, weil Knochen und Fleisch in Grossbritannien nach einer bestimmten maschinellen Methode getrennt wurden, bei der Knochen oder Mark ins Fleisch gelangen können.

Spanghero ist auch in den Skandal um als Rind gekennzeichnetes Pferdefleisch verwickelt. Nach Erkenntnis der Regierung soll die Firma wissentlich rund 750 Tonnen als Rind deklariertes Pferdefleisch gehandelt haben.

Das Fleisch war in Frankreich verarbeitet und dann in 13 europäischen Ländern verkauft worden, auch in Deutschland. Spanghero war daraufhin der Handel mit tiefgefrorenem Fleisch verboten worden, die beim Pferdefleischskandal nicht betroffene Produktion von Spanghero hatten die Behörden aber weiterhin erlaubt.

Video «Fleischskandal frustriert Kantonschemiker» abspielen

Fleischskandal frustriert Kantonschemiker

2:17 min, aus Tagesschau vom 20.2.2013