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International Auf fiesen Tritt folgt Happy End

Als der Syrer mit seinem Sohn im Arm von der Polizei davon rannte, stellte ihm eine ungarische Kamerafrau das Bein. Nun findet die Geschichte ein versöhnliches Ende: Ein spanischer Fussballclub will den ehemaligen Fussballtrainer einstellen.

Legende: Video Ungarische Kamerafrau tritt Flüchtlinge abspielen. Laufzeit 00:11 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.09.2015.

Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job.

Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fussballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe mit. Der Syrer werde noch am Mittwochabend in Spanien eintreffen und in Getafe bei Madrid so schnell wie möglich die Arbeit aufnehmen, hiess es.

Ein Flüchtling mit seinem Sohn, von ungarischen Polizisten umrundet
Legende: Nach seinem Sturz hatten die ungarischen Polizisten den Syrer und seinen Sohn wieder eingeholt. Reuters

Auch die Gemeinde will helfen

Der Syrer war den Angaben zufolge in seiner Heimat Trainer des erfolgreichen Erstliga-Verein Fotuwa. Er war mit seinem sieben Jahre alten Sohn aus Syrien geflohen.

Man habe den Mann mit Hilfe eines in Spanien lebenden Arabers in München kontaktiert, sagte Cenafe-Präsident Miguel Ángel Galán. Man wolle auch die Ehefrau und die zwei Söhne des Mannes in Spanien aufnehmen, sagte Galán der Sportzeitung «As». «Ich werde für alles aufkommen, und die Gemeindeverwaltung (von Getafe) hat bereits Hilfe zugesichert.»

In München traf der Syrer seinen ältesten Sohn, einen seit Monaten in Deutschland lebenden 18-jährigen, nach langer Zeit wieder. In einem Interview der Zeitung «El Mundo» sagte der Flüchtling, sein jüngerer Sohn habe nach der Trittattacke, die beide zu Fall gebracht hatte, «zwei Stunden lang geheult». Es sei ein «harter Tritt» gewesen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Wir flohen Kriege und Gewalt und haben nicht erwartet solche Brutalität und unmenschliche Behandlung im Europa war die Aussage eines Flüchtlings nach jüngsten Gewaltakten der ungarischen Regierung :-) Wie gesagt die EU ist ein Witz, ich hoffe die Schweiz wird diesem Verein der unfähigen Versager sich nie ergeben und beiträten :-) Ich sehe wenig Würde oder auch nur Intelligenz in den Handlungen der EU :-)
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  • Kommentar von Frank Amstutz (fram)
    Die Spanier wirds sicher freuen. Wieviele Arbeitslose hatten die nochmal? 20% bei den Erwachsenen und fast 50% bei Jugendlichen. Unter denen gibts natürlich auch niemand der gerne Fussballtrainer wäre.
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  • Kommentar von Johannes Schwärzel (Joe Black)
    Herr Glättli, befürworten sie etwa die Tritte gegen diesen Flüchtling? Unterstützen sie diese Reporterin? Dann sind sie doch ein Orban Freund. Oder SVP-Mensch. Wer muss hier geschützt werden? Ihr altes Auto vor Kratzern? Kroatien zeigt wie es Ungarn machen könnte. In Ungarn sind offensichtlich eine Rechtsextreme Regierung am Ruder denen die einfachste Lösung für Ungarn, die Flüchtlinge einfach durchzuschleusen, egal. Sie wollen hetzen. Statt einen teuren Zaun wäre die Betreuung viel günstiger
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Das Hässliche an der ganzen Geschichte mit der Regierung Orbans finde ich diese ganze Dekadenz. Wenn es um EU-Fördergelder geht für Infrastrukturen in Ungarn, dann werden Aufträge dazu sehr gerne an enge Freunde vergeben. Es ist nicht irgendeine Firma X oder Y, sondern die Firmenchefs stehen oft in einem engen privaten Verhältnis zum Regierungschef. Flüchtlinge hingegen kann man offenbar schier wie den letzten Dreck behandeln u. sie pauschal attackieren. Und prahlen, dass man Europa schütze.
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