Aufatmen nach Ebola-Verdacht auf dem Flughafen Madrid

Am Donnerstag hatten die spanischen Behörden ein ganzes Flugzeug unter Quarantäne gestellt, weil ein nigerianischer Passagier unter Ebola-Verdacht stand. Heute nun vorsichtige Entwarnung: Erste Tests seien negativ ausgefallen, der Mann sei wohl nicht infiziert.

Eine Ambulanz brachte den Nigerianer in die Quarantäne-Station eines Spital

Bildlegende: Eine Ambulanz brachte den Nigerianer in die Quarantäne-Station eines Spital. Erste Tests fielen negativ aus. Reuters

Nach dem Schock auf dem Flughafen von Madrid geben die spanischen Gesundheitsbehörden vorsichtige Entwarnung: Nach Angaben der spanischen Regierung hat sich der Ebola-Verdacht bei einem nigerianischen Flugpassagier nicht bestätigt.

Erste Tests in einem Spital seien negativ ausgefallen, teilten die Behörden mit. Die Ergebnisse eines zweiten Tests stehen noch aus. Er kann erst nach 72 Stunden gemacht werden.

Der Mann war am Donnerstag mit einer Air-France-Maschine aus Paris in Madrid gelandet. Da er Schüttelfrost und hohes Fieber hatte, wurde das Flugzeug isoliert und der Mann in die Quarantäne-Station der Madrider Carlos-III-Klinik gebracht.

Weiterer Verdachtsfall auf der Isolierstation

Sorgen bereitet den spanischen Gesundheitsbehörden allerdings noch der Fall eines Krankenpflegers, der vor einer Woche aus Sierra Leone nach Teneriffa zurückgekehrt war. Er hatte in Westafrika Ebola-Patienten behandelt und liegt mit Fieber in der Isolierstation eines Spitals auf der Kanaren-Insel. Sein Testergebnis lag zunächst noch nicht vor.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat inzwischen weit über 8000 Ebola-Fälle in den drei am stärksten von Ebola betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone registriert. Mehr als 4000 Menschen sind gestorben, unter ihnen auch viele Mediziner und Pflegekräfte. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.