Aufräumarbeiten der Meteoritenschäden kommen gut voran

Eine Woche nach dem massiven Meteoriteneinschlag in Russland haben Helfer in der Millionenstadt Tscheljabinsk am Ural gut die Hälfte aller Schäden beseitigt. Zahlreiche geborstene Scheiben wurden mittlerweile ersetzt.

Männer setzen neue Fenster ein.

Bildlegende: Viele Scheiben barsten durch den Einschlag des Himmelskörpers. Reuters

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 28 Tonnen Glas geliefert worden, sagte Vize-Gouverneur Viktor Murog. Die enorme Druckwelle nach der Explosion des Himmelskörpers hatte am 15. Februar etwa 7500 Gebäude beschädigt. Rund 1500 Menschen waren etwa durch Glassplitter verletzt worden.

Kontrollsystem vorgeschlagen

Es sei unmöglich gewesen, den Meteoriten abzuwehren, sagte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow der Moskauer Zeitung «Kommersant». Es gebe bislang keine entsprechende Technologie. «Wir dachten, dass die Menschheit erst in einigen Tausend Jahren mit so etwas konfrontiert würde, aber es kam anders.»

Der russische Wissenschaftler Alexander Dewjatkin schlug ein weltweites zusammenhängendes Kontrollsystem aus mindestens zwölf Observatorien vor. Damit sei die Chance gross, gefährliche Himmelskörper rechtzeitig zu entdecken, sagte Dewjatkin.

Regierungschef Dmitri Medwedew nannte den Meteoriteneinschlag unterdessen eine «Lehre» für die «arrogante» Menschheit. Nun müsse die internationale Kooperation verbessert werden. «Wir müssen überlegen, was wir den Kräften der Natur entgegensetzen können: Geld und Zusammenarbeit», sagte Medwedew der brasilianischen Zeitung «O Globo».

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Aufräumarbeiten nach Meteoriteneinschlag

1:36 min, aus Tagesschau vom 16.2.2013